„Persönlicher Feiertag“ bzw. einseitige Urlaubs­bekanntgabe

Durch die Novelle BGBl. I Nr. 22/2019 wurde der Karfreitag als Feiertag für Arbeit­nehmer­Innen evangelischer, methodistischer und altkatholischer Religions­zugehörigkeit abgeschafft.

Stattdessen kann jeder/e ArbeitnehmerIn den Zeitpunkt des Antritts eines Tages des ihm/ihr zustehenden Urlaubs einmal pro Urlaubs­jahr einseitig bestimmen. Dafür wird dann ein Tag aus dem bestehenden Urlaubs­anspruch abgezogen. Die Bekanntgabe muss schriftlich erfolgen – d.h. mit Original­unterschrift. Beispielsweise per eingeschriebenen Briefes oder vom Arbeitgeber bestätigter Übergabe. Eine Bekannt­gabe per E Mail oder Fax ist zB nicht geeignet. Hier finden Sie unseren Musterbrief.

Fristen

Sie möchten Ihren persönlichen Feiertag am  kommenden Kar­freitag, den 19.4. 2019, nehmen? Dann muss  Ihre schriftliche Bekanntgabe  frühestmöglich,  spätestens jedoch am  4. April 2019, dem/der Arbeit­geberIn zugehen.

Sie möchten Ihren  „persönlichen Feiertag“ an einem anderen Tag bis inklusive 22. Juni 2019 nehmen?  In diesem Fall muss die schriftliche Bekannt­gabe spätestens zwei Wochen vorher bei dem/der Arbeit­geberIn einlangen.

Sie möchten Ihren  „per­sönlichen Feiertag“ ab dem 23. Juni 2019 nehmen?: Dann muss die schriftliche Bekannt­gabe spätestens 3 Monate vorher bei dem/der ArbeitgeberIn einlangen.

Beispiel

Eine Arbeit­nehmerin will am 1. Oktober 2019 frei haben. Sie muss daher  diesen „persönlichen Feiertag“ der Arbeit­geberin schriftlich  spätestens am 28. Juni 2019 bekanntgeben.

Das gilt für alle „persönlichen Feiertage“

Der Arbeitgeber kann den/die Arbeit­nehmerIn „ersuchen“, dass der /die Arbeit­nehmerIn doch an diesem Tag arbeitet. Falls der/die ArbeitnehmerIn dann  arbeitet, hat er/sie Anspruch auf das Entgelt für die gearbeiteten Stunden und das Urlaubs­entgelt.  Es wird dann kein Urlaubstag aus dem bestehendem Urlaubs­anspruch abgezogen, aber das Bestimmungsrecht eines „persönlichen Feiertags“ ist für dieses konkrete Urlaubs­jahr verbraucht.

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Arbeiterkammer oder an Ihre zuständige Gewerkschaft.


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