Mietwucher bei Studentenbuden in Innsbruck: Bis 1.010 € für WG-Zimmer!
Wohnen in der Landeshauptstadt wird immer mehr zum Luxus. Auch für Studierende. Die Preise für Zimmer in Wohngemeinschaften sind 2025 erneut gestiegen, zeigt eine aktuelle Erhebung der AK Tirol. Und das treibt die Mieten noch weiter nach oben. Das Projekt am Sandwirt-Areal ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Entspannung würde aber nur ein Studenten-Campus bringen.
Insgesamt 1.031 Angebote von Zimmern in Wohngemeinschaften haben die AK Expert:innen der Wohn- und Mietrechtsabteilung im vergangenen Jahr gesichtet, aufgeteilt quer über die Landeshauptstadt*. Der Befund ist ernüchternd, steigen die Preise doch steil an. War etwa 2022 das teuerste WG-Zimmer in Innsbruck um 890 Euro zu haben (Wilten), liegt der Preis nun bei 1.010 Euro (Saggen). Und auch die Durchschnittspreise der WG-Zimmer stiegen weiter: von 495,34 Euro 2022 auf satte 539,69 Euro im Jahr 2025 – damit zählt Innsbruck auch im Bereich Studentisches Wohnen zu einer der teuersten Städte Österreichs.
Preisspirale
„Die teils absurd hohen Preise, die von Studenten kassiert werden, zeigen auch die prekäre Lage am Wohnungsmarkt“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Da viele junge Menschen – auch von auswärts bzw. aus dem Ausland – in Innsbruck studieren, sind sie auf eine Wohnung angewiesen und bereit, unverschämte Preise zu bezahlen. Das treibt wiederum die Mieten nach oben, die sich die Menschen oft kaum noch leisten können.“
32,57 Euro pro Quadratmeter
Der Mietpreisspiegel zur aktuellen Marktsituation bei studentischem Wohnen weist einen durschnittlichen Quadratmeterpreis von 32,57 Euro für ein WG-Zimmer aus. Gestiegen sind die Mietpreise seit der letzten Erhebung 2022 in allen Stadtvierteln, und ein Ende der Teuerung scheint nicht in Sicht.
Studentencampus
Das derzeitig in Bau befindliche Projekt am ehemaligen Sandwirt-Areal ist zwar ein erster, dringend notwendiger Schritt in die richtige Richtung, ersetzt aber kein Studentenwohnheim. Richtige Entspannung für den Wohnungsmarkt – und damit für die Preise - würde wohl nur ein Studenten-Campus bringen, wie ihn AK Tirol und Sozialpartner bereits seit Jahren fordern. „Nicht nur, dass in dieser Richtung nichts umgesetzt wird, wurden sogar komplett fertig geplante Projekte vom Tisch gewischt und verhindert, wie vor vier Jahren das Campus-Projekt in Kranebitten, das Platz für 700 Studierende geboten hätte“, kritisiert Zangerl. „Offensichtlich ist man in Innsbruck nicht dazu bereit, für Entlastung zu sorgen.“ Dabei wäre dies umso wichtiger, da die Allgemeinheit die Mietkosten mit Beihilfen mitfinanzieren muss. Für Zangerl ist eines klar: „Es ist höchste Zeit, diesen Mietwucher einzudämmen!“
AK Grafik
Zur Erhebung
Downloads
Broschüren
- Betriebskostenabrechnung (3,2 MB - pdf)
- DIe erste eigene Wohnung (4,2 MB - pdf)
- Heizkostenabrechnung (2,9 MB - pdf)
- Mietrecht für Mieter (4,0 MB - pdf)
- Wohnrecht für Mieter von Gemeinnützigen Bauvereinigungen (4,7 MB - pdf)
Merkblätter
Kontakt
Kontakt
Persönliche Anliegen
Mo - Fr von 8 bis 12 Uhr
Mo von 14 bis 16 Uhr und
Mi von 13 bis 17 Uhr
Telefonische Hilfe
0800/22 55 22 - 1717
Mo - Do von 8 bis 12 Uhr und
von 14 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 12 Uhr
E-Mail
wohnen@ak-tirol.com
Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.