Zahlungsrückstand? Jetzt rasch handeln!

Wer Rechnungen oder Kreditraten nicht rechtzeitig bezahlt, muss oft mit hohen Mahnspesen und zusätzlichen Kosten rechnen. Warten Sie daher nicht ab, sondern nehmen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten sofort Kontakt mit Ihrer Bank auf. So lassen sich teure Spesen und Mahnungen oft vermeiden.

Kreditrate vorübergehend senken oder aussetzen

Wenn die Rückzahlung der Kreditrate nicht mehr möglich ist, gibt es verschiedene Lösungen:

  • Raten reduzieren: Die Rate wird gesenkt, dafür verlängert sich meist die Kreditlaufzeit. Achtung: Dadurch steigen die gesamten Zinskosten. Die reduzierte Rate sollte zumindest die laufenden Zinsen decken – sonst wächst der Kreditsaldo weiter.
  • Raten stunden: Die Bank kann eine oder mehrere Raten vorübergehend aussetzen. Je nach Institut ist eine Stundung für bis zu zwölf Monate möglich. Die Zinsen laufen meist weiter, sofern kein Zinsenstopp vereinbart wird. Nach der Stundung müssen die ausgesetzten Beträge nachgezahlt werden – oft mit höheren Monatsraten.

Vertragsänderungen können Geld sparen

Auch Änderungen bei den Kreditsicherheiten können Kosten senken. So kann etwa eine teure Kreditversicherung gegen eine günstigere Restschuld- oder Ablebensversicherung getauscht werden. Dafür braucht es allerdings die Zustimmung der Bank.

Achtung: Manche Banken verlangen für solche Änderungen hohe Spesen. Erkundigen Sie sich daher vor jeder Vertragsänderung nach den Kosten und versuchen Sie, diese zu verhandeln.

Girokonto überzogen? Suchen Sie das Gespräch

Wer das Girokonto dauerhaft über den vereinbarten Rahmen überzieht, zahlt meist nicht nur hohe Überziehungszinsen, sondern zusätzlich Strafzinsen.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank über mögliche Lösungen. So kann das Minus etwa in leistbaren Monatsraten zurückgezahlt oder durch Guthaben auf einem niedrig verzinsten Sparbuch abgedeckt werden. Vereinbaren Sie jedenfalls eine Rückzahlung, die Sie auch langfristig schaffen können.

Newsletter

Mehr Infos gefällig?

Abonnieren Sie unseren AK Tirol Newsletter!

Erste Hilfe bei Zahlungsproblemen

  • Sofort das Gespräch suchen: Kontaktieren Sie bei den ersten Zahlungsschwierigkeiten Ihre Bank, Bausparkasse, Leasinggesellschaft oder das Inkasso. Je früher Sie handeln, desto eher lassen sich Mahnspesen und Verzugszinsen vermeiden.
  • Stundung genau prüfen: Eine Zahlungspause kann helfen. Achtung: Die Zinsen laufen meist weiter. Zahlen Sie nach Möglichkeit zumindest die anfallenden Zinsen.
  • Bessere Konditionen verhandeln: Fragen Sie nach einer Zinssenkung, einem Verzicht auf Verzugszinsen oder einer leistbaren Ratenvereinbarung.
  • Haushaltsbudget prüfen: Stellen Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Sparen Sie, wo es möglich ist, und erhöhen Sie – wenn möglich – Ihre Einnahmen.
  • Wichtige Schulden zuerst bezahlen: Mietrückstände oder offene Stromrechnungen haben Vorrang, weil sie Ihre Existenz gefährden können.
  • Hilfsangebote nutzen: Viele Banken und Versicherungen bieten bei Zahlungsschwierigkeiten Unterstützung an. Fragen Sie nach.
  • Vorsicht vor Kredithaien: Meiden Sie dubiose Finanzsanierungsfirmen. Wenden Sie sich an eine staatlich anerkannte Schuldnerberatung.
  • Nicht abwarten: Wenn Sie keinen Ausweg mehr sehen, vereinbaren Sie rasch einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Je früher, desto besser.  

Kontakt

Kontakt

Persönliche Anliegen 

Mo - Fr von 8 bis 12 Uhr
Mo von 14 bis 16 Uhr und
Mi von 13 bis 17 Uhr

Telefonische Hilfe 

0800/22 55 22 - 1818

Mo - Do von 8 bis 12 Uhr und
von 14 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 12 Uhr 

E-Mail: konsument@ak-tirol.com 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen per E-Mail nur eine erste Orientierung anbieten können.