Hundewelpen © Canva
Symbolbild © Canva
21.1.2021

AK Tirol warnt vor Kleinanzeigenbetrug mit Hundewelpen im Internet

Ob Markenhandys, Designerklamotten, Kraftfahrzeuge oder nunmehr Hundewelpen – das Betätigungsfeld von Kleinanzeigenbetrügern erscheint uferlos. Die Vorgehensweise ähnelt sich. Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer der AK Tirol erklären, worauf zu achten ist.

Der Verkauf über Online-Marktplätze boomt, was sich auch Betrüger zunutze machen. Ihr Ziel: Möglichst viel Geld von ihren gutgläubigen Opfern herauszulocken. In von Lockdown und Kontaktbeschränkung geprägten Zeiten häufen sich aktuell Beschwerden über Betrugsfälle beim Kauf von Hundewelpen.

Solche Rasse-Hundewelpen werden derzeit zu verlockend günstigen Preisen auf diversesten Online-Marktplätzen angeboten. Der vermeintliche Verkäufer befindet sich meist im Ausland, weshalb das Tier nicht besichtigt werden kann. Der Kaufpreis wird per Vorauskasse, häufig über Barzahlungstransfer (z. B. Western Union) gefordert. Meist soll die Zahlung an Personen in Drittstaaten, also außerhalb der EU erfolgen. Sobald der Kaufpreis überwiesen ist, kommt es zu weiteren Geldforderungen für Versand, Versicherung, Kaution etc. meist in der Höhe von mehreren tausend Euro. Es werden vermeintliche Transport- und Versicherungsunterlagen übermittelt, häufig von erfundenen Unternehmen, die es tatsächlich gar nicht gibt. Die Verkäufer antworten auf Anfragen schnell, die Geschichte erscheint auf den ersten Blick plausibel. Alleine der Hund erreicht sein neues Herrchen nie. Am Ende steht der gutgläubige Käufer ohne Hund, aber mit leerem Geldbeutel da.

Aktuell kursieren in diversen Facebook-Gruppen auch unseriöse Posts, in denen ein reinrassiger Hundewelpe angeblich zu verschenken ist. Nimmt man Kontakt auf, so erhält man eine standardisierte Antwort in gebrochenem Deutsch, in der Fragen zu den Lebensumständen gestellt werden. Je nachdem, wie man darauf reagiert, erhält man weitere Antworten, in denen man u. a. auch nach der eMail-Adresse gefragt wird. Auch wenn man helfen möchte: Hundewelpe erhält man garantiert keinen, umso mehr ist Vorsicht geboten bei der Weitergabe persönlicher Daten!

AK Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer raten zur Vorsicht:

  • Kaufen Sie keine Tiere im Internet. Suchen Sie Ihr Tier stattdessen direkt bei einem nachweislich seriösen Züchter oder im Tierheim aus.
  • Der Verkauf von Tieren im Internet ist in Österreich streng reglementiert. Privatpersonen dürfen Tiere nur dann zum Verkauf anbieten, wenn das Tier nicht beim bisherigen Halter bleiben kann oder darf, wobei das Tier älter als sechs Monate sein muss. Hunde müssen darüber hinaus mindestens sechzehn Wochen in der Heimtierdatenbank gemeldet und ihre bleibenden Eckzähne bereits ausgebildet sein. Gewerbliche Verkäufer haben über eine Bewilligung zur Tierhaltung zu verfügen.
  • Wer dennoch ein Tier im Internet kaufen will, sollte dies ausschließlich bei berechtigten Personen oder Organisationen tun und sich deren Verkaufsberechtigung vorweisen lassen.
  • Zahlen Sie wenn möglich nicht im Voraus. Insbesondere nicht über Barzahlungs-dienste-Anbieter wie z. B. Western Union. Prüfen Sie wohin das Geld gezahlt werden soll, überweisen Sie insbesondere nicht an ausländische Konten.

 Bei Fragen stehen Ihnen die Expertinnen und Experten der Konsumentenschutzabteilung der AK Tirol unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/22 55 22 – 1818 gerne zur Verfügung.

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