Schlüsseldienstmitarbeiter versucht Türschloss zu öffnen © Andrey Popov/stock.adobe.com
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10.12.2019

Achtung, Abzocke! AK Tirol warnt vor unseriösen Unternehmen

Ob Schlüsseldienst oder Rohrreinigung, das Handlungsfeld von als unseriös einzustufenden Firmen scheint sich in Tirol auszuweiten. Deshalb: Unternehmen vor Kontaktaufnahme genau unter die Lupe nehmen! 

Es gibt im Leben Situationen, in denen man auf rasche Hilfe einer Fachfirma angewiesen ist. Wer sich aus der Wohnung aussperrt oder mit einer akuten Rohrverstopfung zu kämpfen hat, sucht – meist unter Zeitdruck – im Internet nach einem Notdienst. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen in Stresssituationen häufig nicht prüfen, wer hinter dem angebotenen Notdienst steht. Doch Vorsicht: Das kann teuer werden! Dabei ähneln sich die Fälle: Betroffene suchen im Internet nach einem Dienstleister in der Nähe und erreichen schließlich unter einer Gratishotline einen Schlüsselnot- oder Rohrreinigungsdienst – angeblich aus nächster Umgebung. Vor Ort erscheinen Mitarbeiter, die ihre Arbeit meist unfachmännisch erledigen und im Anschluss vollkommen überhöhte Beträge von bis zu 1.750 Euro in Rechnung stellen. Hierbei bestehen sie vehement auf sofortige Bezahlung.

Deshalb: Vorsicht bei der Wahl des Dienstleisters! Wer im Internet beispielsweise die Stichworte „Schlüsseldienst Innsbruck“ bzw. „Rohrreinigung Innsbruck“ googelt, erhält als erste Treffer bezahlte Anzeigen, die unter einer Gratishotline ihre Dienste anpreisen. Wie man den Angaben in Impressum entnehmen kann, agieren diese Firmen meist über ausländische oder in Ostösterreich befindliche Firmensitze. Teilweise verfügen sie nicht einmal über die nötigen Berechtigungen zur Ausübung ihrer Tätigkeit.

das raten die ak experten

  • Wer einen Notfalldienst benö­tigt, sollte gezielt nach heimischen Unternehmen in unmittelbarer Nähe suchen und im Internet stets auch einen Blick auf das Impressum der besuchten Webseite werfen.

  • Bevor man eine Hotline anruft, sollte man sich genau darüber informieren, um wen es sich beim jeweiligen Anbieter handelt und ob das Unternehmen seinen Sitz tatsächlich in Tirol hat.

  • Seriöse Unternehmen legen im Impressum ihrer Webseite Informationen wie Firmenname und Firmennummer, Adresse und Telefonnummer transparent offen.

  • Wer dennoch einem unseriösen Unternehmen auf den Leim gegangen und mit einer überhöhten Forderung konfrontiert ist, sollte die Barzahlung vor Ort unbedingt verweigern und auf Übermittlung einer Rechnung bestehen.

  • Notfalls – insbesondere wenn versucht wird, mit Nachdruck oder gar Drohungen eine Bezahlung zu erreichen – sollte auch die Polizei gerufen werden. Achtung: Bei sofortiger Bezahlung ist eine Rückforderung  schwer bis kaum durchsetzbar!

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