Frau mit Laptop und Handy © Antonioguillem/Fotolia
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1.9.2021

Facebook-Konto "Sicherheitszentrum" ist auf Datenklau aus!

Vermehrt haben Facebook-Nutzer derzeit plötzlich keinen Zugriff mehr auf ihr Profil. Dahinter steckt ein Internetbetrug mittels gefälschtem „Sicherheitszentrum“-Konto. Nachdem Benutzer in einem Post markiert werden, sollen sie ihre Anmeldedaten preisgeben, um eine Sperre des Kontos zu verhindern. Gibt man seine Daten jedoch ein, ist das Facebook-Konto gehackt und man hat keinen Zugriff mehr!

Habe ich etwas Falsches gepostet? Oder habe ich etwas Unerlaubtes auf Facebook gemacht? Diese Frage stellen sich in letzter Zeit mehrere Facebook-Nutzer: Das Facebook-Sicherheitszentrum erwähnt sie nämlich in einem Post. Darin steht, dass das Konto deaktiviert wird, da eine Verletzung der Nutzungsbedingungen stattgefunden habe. Vermeiden könne man das nur, indem man sein Konto bestätige und auf einen Link klicke, der in dem Post angegeben ist. Der Link führt auf die angebliche Anmeldeseite von Facebook, wo die Eingabe von Benutzername und Passwort gefordert wird. Nach der Anmeldung erscheint zwar normal der Newsfeed, doch kurze Zeit später haben Benutzer keinen Zugriff mehr auf ihr Profil. Es wurde gehackt.

Was ist passiert?

Nachdem ein befreundeter Nutzer bereits Opfer dieses Betruges geworden ist, erscheint die Nachricht des angeblichen Sicherheitszentrums im eigenen Profil. Klickt man dann auf diesen Link und gibt seine Anmeldedaten ein, haben die Betrüger Zugang zum Konto und erstellen eine neue Fake-Seite. Die Hacker ändern den Namen des Users in „Sicherheitszentrum“, das Profilbild wird mit dem Facebook-Logo ersetzt. Dann werden wieder Statusbeiträge erstellt und Freunde aus der dazugehörigen Freundesliste erwähnt. Es kommt zum Domino-Effekt, die Hacker erhalten Zugriff auf immer mehr Konten.

So verhindern Sie den Datenklau.

Um sich vor Betrugsversuchen auf Social-Media zu schützen, sollte man folgende Tipps beachten:

  • Nutzen Sie ein einmaliges, sicheres Passwort, auch für Ihre Social Media Profile.
  • Geben Sie dieses Passwort nie an Dritte weiter. Offizielle Warnungen von Facebook erhalten Sie per eMail von einer offiziellen, authentischen eMail-Adresse des Facebook-Konzerns. Gleichzeitig erhalten Sie Meldungen in Ihren Benachrichtigungen oder auf Ihrem hinterlegten Gerät, wenn die zweistufige Authentifizierung aktiv ist.
  • Richten Sie unbedingt die zweistufige Authentifizierung für Ihr Konto ein. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie über jeden Anmeldeversuch in Ihrem Konto informiert werden und eine Freigabe erteilen müssen.
  • Antworten Sie nicht auf eMails, deren Absender Sie nicht zuordnen können. Klicken Sie keine Links in fremden Beiträgen aus unsicheren Quellen oder Anhänge in eMails von Absendern an, die Sie nicht kennen oder die Ihnen ungewöhnlich erscheinen.
  • Überprüfen Sie Ihre Facebook-Privatsphäre-Einstellungen und beschränken Sie alle Zugriffe auf das Nötigste. Das beugt missbräuchlicher Verwendung Ihrer Daten vor.
Für weitere Tipps stehen die AK Konsumentenschützer unter der kostenlosen Hotline 0800/225522-1818 mit Rat und Tat zur Seite.

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