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3.2.2021

Innsbruck: Mieter auf die Straße gesetzt

Seit Jahren werden zwei Wohngebäude in der Innsbrucker Völserstraße widmungswidrig genutzt: Die in den 1990er Jahren bewilligten Einfamilienhäuser hat der Eigentümer ohne Bewilligung in Mehrparteienhäuser umgebaut und teuer vermietet. Nun zieht die Stadt Innsbruck die Notbremse und untersagte die Benützung des Gebäudes. Leidtragende sind die 20 Mieterinnen und Mieter, unter ihnen minderjährige Kinder, die ihre Wohnungen nun in den kommenden Wochen verlassen müssen…  

Es ist wieder eine jener Geschichten, die einen mit Kopfschütteln zurücklassen und die letztendlich auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die am wenigsten dafür können. Die Rede ist von den Mieterinnen und Mietern zweier Häuser in der Innsbrucker Völserstraße. Der 1994 bewilligte Baubescheid weist die Objekte als Einfamilienhäuser aus, genutzt wurden sie jedoch als Mehrparteienhäuser – der Umbau erfolgte dabei ohne behördliche Bewilligung. Als 2013 im Zuge einer behördlichen Kontrolle dieser Missstand bekannt wurde, begann ein lang andauerndes Behördenverfahren, das vor Weihnachten (!) 2020 seinen unrühmlichen Höhepunkt fand: Den Mieterinnen und Mietern, die für die insgesamt 12 Wohneinheiten teuer bezahlten (etwa um die 550 Euro für eine 24 m2 große Einheit), wurde die Benützung des Gebäudes durch die Stadt Innsbruck untersagt. Und während sich die Stadt auf die durch die Tiroler Bauordnung gegebene Rechtmäßigkeit ihres Handelns beruft und auf die Möglichkeit einer Vormerkung für eine städtische Mietwohnung verweist, zeigt auch der Vermieter, der seit Jahren von den teuren Mieten profitierte, keine Ambitionen, den Menschen mitten im Winter zu helfen. Für AK Präsident Zangerl ist der Fall eine menschliche Tragödie: „Dass die Mieterinnen und Mieter in kurzer Zeit eine Wohnung bekommen, ist fast aussichtslos, damit droht ihnen die Obdachlosigkeit. Weder von Seiten des  Vermieters, noch von der Stadt Innsbruck gibt es hier Lösungsvorschläge, die die Notlage der Mieterinnen und Mieter berücksichtigen. Das ist, noch dazu in Zeiten wie diesen, zutiefst unmenschlich“, so Zangerl. Deshalb fordert Zangerl eine Übergangslösung bzw. Fristerstreckung zumindest bis Herbst, damit die Mieterinnen und Mieter mehr Zeit bekommen, um sich neue Wohnmöglichkeiten zu suchen.

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