Betrug im Internet © JaRiRiyawat/stock.adobe.com
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19.10.2021

Für Downloads gilt: Sicherheit geht vor Neugierde!

Vorsicht bei Downloads: Genauso wie man nicht jeden in seine Wohnung lässt, sollte man nicht alles auf sein Handy lassen! Online-Kriminelle nutzen Schadprogramme, die sich z. B. am Handy einnisten und Daten absaugen. Die Folgen können schwerwiegend sein.

Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie gefährlich es sein kann, unkontrolliert Downloads durchzuführen. Seit einigen Wochen erhalten tausende Österreicherinnen und Österreicher SMS-Nachrichten auf ihre Mobiltelefone, die sie darüber informieren, dass eine Postsendung zu ihnen unterwegs sei, es aber bei der Zustellung zu einem Problem gekommen sei. Zur Lösung soll ein mitgesandter Link angeklickt werden. Wer dieser Aufforderung folgt und den Link anklickt löst damit den Download einer gefährlichen Schadsoftware, eines „Trojaners“ aus, ohne es zu wissen. Die Folgen können verheerend sein – erst kürzlich verlor ein Tiroler fast 50.000 Euro.


Kritisch bleiben

Hat sich das Schadprogramm erst einmal auf dem Handy eingenistet, kann es eingegebene Bank- und Kreditkartendaten ebenso abgreifen, wie SMS oder andere Benachrichtigungen mit geheimen Transaktionsnummern (TANs oder TACs) auslesen. Weiters verschafft es sich auch Zugriff auf sämtliche gespeicherten Kontakte. Die Daten werden anschließend an die Täter online übermittelt und von diesen zum Leeren des Bankkontos oder für Erpressungsversuche genützt.

Daher niemals einen Link anklicken, der nicht von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt und dessen Sinn auch klar nachvollziehbar ist. Wichtig ist, kritisch zu bleiben:

  • Warum sollte also ein Postdienstleister anstatt ein Paket zuzustellen, vorab Kontakt mit jemanden aufnehmen?
  • Woher hätte der Postdienst überhaupt die eigene Telefonnummer und wozu?
  • Und: Wird überhaupt ein Paket erwartet?

Finger weg heißt es auch, wenn unbekannte Anrufer – aus welchen Gründen auch immer – zum Download einer Software am PC oder Handy auffordern. Auch hier geht es üblicherweise nur darum, die Kontrolle über den eigenen Rechner zu erhalten. Eingesetzt wird dabei sogenannte Fernwartungssoftware, die Zugang zu allen Informationen verschaffen kann, welche sich am Gerät befinden oder eingegeben werden.

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