vermummter Mann umfasst Schlossymbol © krass99/stock.adobe.com; rimom/stock.adobe.com
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AK warnt: Vorsicht, Passwortdiebe sind gefährlich!

Sie glauben, Sie sind vor einem Diebstahl Ihrer Daten sicher, denn Passwortdiebe würden sich nur besondere „Kunden“ suchen? Dann könnte es ein böses Erwachen geben. Denn sich als jemand auszugeben, der man nicht ist, war noch nie so einfach wie heute. Und auch noch nie so weit verbreitet. Der Diebstahl von Identitäten zählt in der Zwischenzeit mit zu den häufigsten Betrugsformen in Österreich. So waren vier von fünf Online-Shop-Betreiber in Österreich bereits mit Betrug oder einem Betrugsversuch konfrontiert, in der Schweiz liegt der Wert bei 93 %, in Deutschland sogar bei 97 %. Die Identität von Internetteilnehmern wird also immer häufiger für verbrecherische Ziele eingesetzt: Obwohl man berechtigter Inhaber eines Accounts ist, hat man im Ernstfall keinen Einfluss mehr darauf.

Was tun im Ernstfall?

Ist das Passwort erst geknackt, ist die weitere Vorgehensweise simpel. Der Dieb loggt sich in den Account des Besitzers ein und ändert als erstes – das Passwort. Ab nun ist die Identität des Account-Besitzers sozusagen Freiwild. Nun haben Sie keinen Einfluss mehr darauf, was in Ihrem Namen passiert. Sollten Sie Ihr Passwort nicht mehr ändern können, wenden Sie sich umgehend an den Seitenbetreiber mit einer Aufforderung den Account zu sperren. Wichtig ist dabei, den Fall bei der nächsten Polizeidienststelle zur Anzeige zu bringen. Damit belegen Sie gegenüber dem Seitenbetreiber den rechtmäßigen Besitz Ihres Accounts und sind abgesichert, falls unter Ihrem Namen etwas Ungesetzliches passieren sollte bzw. bereits passiert ist.

Risiken minimieren 

Achten Sie bereits vorab darauf, mit Ihren Passwörtern nicht sorglos umzugehen. Ein besonders hohes Risiko besteht für Internetnutzer, wenn für verschiedenste Onlineanwendungen einfachheitshalber ein und dasselbe Passwort verwendet wird. Vermeiden Sie deshalb ein und dasselbe Passwort, verwenden Sie für jeden neuen Zugang ein neues und wählen Sie als Zugangskennung – falls möglich – für jeden Account eine andere (Fantasie-)Bezeichnung. Auch wenn die Passwortübersicht darunter leidet, geht die Sicherheit vor.  
Vorsicht ist auch bei der Übermittlung von Passwörtern über unbekannte WLAN-Verbindungen geboten. Auch hier können Zugangsdaten abgefangen werden.

Bei Fragen und Problemen helfen die AK-Experten unter 0800/22 55 22  – 1818.


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