Erfolg gegen Kiwi: Rückzahlung gesichert
Geld zurück statt Kiwi-Guthaben: So profitieren österreichische Kund:innen von der AK Klage gegen die tschechische Reiseplattform Kiwi.
Die AK hat mit dem europäischen Verbraucherverband BEUC und 28 Konsument:innenschutzorganisationen aus 27 Ländern Beschwerden gegen Meta, TikTok und Google bei der EU-Kommission und den zuständigen nationalen Behörden eingebracht. Der Vorwurf: Die Plattformen kommen ihren Verpflichtungen aus dem EU Digital Services Act (DSA) nicht nach – gefährliche, betrügerische Finanzwerbungen bleiben online.
Im Fokus stehen dubiose Werbungen mit falschen Gewinnversprechen oder Kryptowährungen: „Ohne Risiko reich werden“, „Mit Kryptowährung zum schnellen Geld“ oder „Schnell und einfach zu einem Kredit“. „Es geht darum, in kürzester Zeit ohne Vorwissen und ohne Risiko reich zu werden. Solche Anzeigen fluten täglich Facebook, Instagram, TikTok und Google und locken Nutzer:innen in die Falle“, erklären die AK Konsument:innenexperten.
Konkret haben europaweit Konsument:innenschutzorganisationen – darunter auch die AK – und die BEUC knapp 900 Anzeigen zwischen Dezember 2025 und März 2026 gemeldet. Das erschreckende Ergebnis: Die Plattformen entfernten nur 27 Prozent der Anzeigen tatsächlich. Mehr als jede zweite Meldung haben sie einfach zurückgewiesen oder ignoriert. Die Folge: Hunderte Finanzbetrugsmaschen bleiben weiter online und erreichen Monat für Monat über 200 Millionen Konsument:innen in Europa.
Allein die AK meldete rund 130 problematische Videos. „Es zeigte sich ein Unterschied zwischen offiziellen Meldungen und Beschwerden privater Nutzer:innen“, sagen die AK Expert:innen. Die AK verfügt seit Kurzem über die Berechtigung als Trusted Flagger. Das heißt: Die AK ist aufgrund ihrer Expertise und Erfahrung berechtigt, rechtswidrige sowie dubiose Inhalte auf Plattformen zu erkennen, zu beurteilen und an deren Betreiber – etwa Meta – zu melden. Als Trusted Flagger zeigten die AK Meldungen immerhin teilweise Wirkung, Hinweise privater Nutzer:innen hingegen sind überall ins Leere gelaufen.
Die AK Konsument:innenschützer kritisieren: „Die Plattformen müssen dubiose Anzeigen nicht nur schneller löschen, sondern auch User:innen-Meldungen endlich ernst nehmen. Private Meldungen wurden vielfach einfach ignoriert – mit der Begründung, die Werbung verstoße angeblich nicht gegen die Werbestandards.“
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