Eine linke Hand hält einen Schlüsselbund, im Hintergrund sieht man einen leeren Raum und ein Fenster, durch das Licht einfällt.
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26.3.2026

Mietwucher bei Studentenbuden in Innsbruck: Bis 1.010 € für WG-Zimmer!

Wohnen in der Landeshauptstadt wird immer mehr zum Luxus. Auch für Studierende. Die Preise für Zimmer in Wohngemeinschaften sind 2025 erneut gestiegen, zeigt eine aktuelle Erhebung der AK Tirol. Und das treibt die Mieten noch weiter nach oben. Das Projekt am Sandwirt-Areal ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Entspannung würde aber nur ein Studenten-Campus bringen. 

Insgesamt 1.031 Angebote von Zimmern in Wohngemeinschaften haben die AK Expert:innen der Wohn- und Mietrechtsabteilung im vergangenen Jahr gesichtet, aufgeteilt quer über die Landeshauptstadt*. Der Befund ist ernüchternd, steigen die Preise doch steil an. War etwa 2022 das teuerste WG-Zimmer in Innsbruck um 890 Euro zu haben (Wilten), liegt der Preis nun bei 1.010 Euro (Saggen). Und auch die Durchschnittspreise der WG-Zimmer stiegen weiter: von 495,34 Euro 2022 auf satte 539,69 Euro im Jahr 2025 – damit zählt Innsbruck auch im Bereich Studentisches Wohnen zu einer der teuersten Städte Österreichs.

Preisspirale

„Die teils absurd hohen Preise, die von Studenten kassiert werden, zeigen auch die prekäre Lage am Wohnungsmarkt“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Da viele junge Menschen – auch von auswärts bzw. aus dem Ausland – in Innsbruck studieren, sind sie auf eine Wohnung angewiesen und bereit, unverschämte Preise zu bezahlen. Das treibt wiederum die Mieten nach oben, die sich die Menschen oft kaum noch leisten können.“

32,57 Euro pro Quadratmeter

Der Mietpreisspiegel zur aktuellen Marktsituation bei studentischem Wohnen weist einen durschnittlichen Quadratmeterpreis von 32,57 Euro für ein WG-Zimmer aus. Gestiegen sind die Mietpreise seit der letzten Erhebung 2022 in allen Stadtvierteln, und ein Ende der Teuerung scheint nicht in Sicht.

Studentencampus

Das derzeitig in Bau befindliche Projekt am ehemaligen Sandwirt-Areal ist zwar ein erster, dringend notwendiger Schritt in die richtige Richtung, ersetzt aber kein Studentenwohnheim. Richtige Entspannung für den Wohnungsmarkt – und damit für die Preise - würde wohl nur ein Studenten-Campus bringen, wie ihn AK Tirol und Sozialpartner bereits seit Jahren fordern. „Nicht nur, dass in dieser Richtung nichts umgesetzt wird, wurden sogar komplett fertig geplante Projekte vom Tisch gewischt und verhindert, wie vor vier Jahren das Campus-Projekt in Kranebitten, das Platz für 700 Studierende geboten hätte“, kritisiert Zangerl. „Offensichtlich ist man in Innsbruck nicht dazu bereit, für Entlastung zu sorgen.“ Dabei wäre dies umso wichtiger, da die Allgemeinheit die Mietkosten mit Beihilfen mitfinanzieren muss. Für Zangerl ist eines klar: „Es ist höchste Zeit, diesen Mietwucher einzudämmen!“

AK Grafik

Die Balkengrafik zeigt für jeden Innsbrucker Stadtteil: Bruttomiete WG-Zimmer Maximalpreis (roter Balken), Bruttomiete WG-Zimmer Durchschnitts-Preis (grüner Balken), Bruttopreis pro m2 Mittelwert und die jeweilige Anzahl der ausgewerteten Inserate
© Grafik: AK Tirol

Zur Erhebung

*Ein Jahr lang (Erhebungszeitraum Jänner bis Dezember 2025) haben Wohnexperten der AK Tirol insgesamt 1.031 Inserate gesichtet, in denen Zimmer in Wohngemeinschaften bzw. WG-taugliche Wohnungen in Innsbruck angeboten wurden. So entstand ein Überblick über die Angebots- und Preissituation in den einzelnen Stadtteilen. Die Maximalpreise für ein durchschnittlich großes Zimmer bewegen sich so von 1.010 Euro (Saggen) bis hin zu 630 Euro (Sieglanger). Durchschnittlich sind in Innsbruck 539,69 Euro pro WG-Zimmer zu bezahlen, bei einer Wohnfläche von im Mittel 16,57 Quadratmeter. Am höchsten ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Mariahilf/St. Nikolaus (Uninähe!) mit 37,92 Euro, günstiger wohnt es sich in Dreiheiligen/Schlachthof mit 26,41 Euro. Auch Amras, Arzl und Sieglanger zählen mit über 36 Euro pro Quadratmetern zum teuren Pflaster für Studierende in Innsbruck.

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