Richtig reklamieren bei verpatztem Ur­laub

Der Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit im Jahr. Aber nicht jeder hat schöne Erinnerungen mit im Gepäck. Die AK KonsumentenschützerInnen geben Tipps, was Sie nach einem verpatzten Urlaub tun können:

  • Ansprüche einfordern: Machen Sie nach der Rückkehr Ihre Ansprüche gelt­end, am besten mittels eingeschriebenem Brief. Ansprechpartner für Reise­mäng­el bei Pauschalreisen ist Ihr Reiseveranstalter. Bei extra Flug­buch­ung­en müssen Sie sich an die Fluglinie wenden, die den Flug hätte durchführen sollen oder durchgeführt hat.  Nutzen Sie dazu einfach unseren Musterbrief für Reisereklamationen!

  • Nicht abspeisen lassen: Lassen Sie sich bei Ihren berechtigten Be­schwerd­en nicht mit Gutscheinen abwimmeln. Eine Preisminderung ist vom Reise­ver­an­stalt­er in bar zu leisten. 
     
  • Was gibt's zurück? Orientierung zur Höhe der Preisminderung bei Pau­schal­reis­en bietet die Frankfurter Tabelle. Ein Beispiel: verschmutzter Pool – zehn bis 20 Prozent.

  • Entgangene Urlaubsfreude: Für entgangene Urlaubsfreude ist Schaden­er­satz möglich. Voraussetzung: zumindest erhebliche vom Reiseveranstalter ver­schuldete Mängel.

  • Reiseveranstalter oder Fluglinie pleite: Reiseveranstalter haben eine In­sol­venz­ab­sicherung. Sie müssen im Fall einer Insolvenz für Ersatzflüge oder eine andere Beförderung sorgen – im Gegensatz zu reinen Flugbuchungen.  

  • Flug verspätet, Geld zurück: Hebt die Airline mindestens zwei oder mehr Stunden später ab, haben Sie Anspruch auf Essen, Getränke und wenn nötig auf ein Hotel. Bei Ankunftsverspätungen von drei oder mehr Stunden steht Ihnen auch eine Entschädigung zu.
      
  • Rücktritt bei Unruhen, Terror & Co: Gibt es eine offizielle Reisewarnung können Sie kostenlos zurücktreten. Auch sonst kann es ein Rücktrittsrecht geben: Wenn unvorhersehbare Ereignisse nach Vertragsabschluss passieren und eine Reise unmöglich oder unzumutbar wird, können Sie kostenfrei stor­nieren. Am besten: Reiseveranstalter kontaktieren! 

  • Vorsicht, Spesen bei Plastikgeld: Wer mit Plastikkarte zahlt oder Geld ab­hebt, muss im Urlaub mit Spesen rechnen. So fallen in Nicht-Euro-Ländern immer Spesen an. Auch im Euro-Raum können Spesen verrechnet werden, etwa beim Abheben mit der Kreditkarte.

  • „Draufzahlen“ beim Plaudern und Surfen: Achtung bei EU-Urlauben! Im­mer mehr Handy-Anbieter schränken Roaming ein oder schließen es sogar aus, vor allem bei Wertkarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Urlaub © Bonn, Fotolia

Pro­ble­me beim Flug

Große Verspätung, kaputtes Gepäck, Überbuchung oder Annullierung: Worauf Sie bei Ärger mit dem Flug Anspruch haben und wie Sie Ihr Recht durchsetzen.

Ausland, Welt, Mädchen, Reise © Jörg Lantelme, Fotolia.com

Tücken des Rei­se­ka­ta­lo­ges

Nicht alle Be­sch­rei­bun­gen halten, was sie ver­spre­chen. Doch alles, was im Prospekt beschrieben und bebildert ist, gilt als zugesagt.

Frau mit Koffern © Zoe, Fotolia.com

Vorsicht Fallen bei Maturareisen

Damit die Maturareise nicht zum Flop wird, hat die AK Tirol das Merkblatt „Vorsicht Fallen bei Maturareisen“ mit wichtigen Tipps zusammengestellt.