Ansicht von Innsbruck © JFL Photography/stock.adobe.com
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14.4.2022

Teure Studentenbude: Bis zu 950 Euro Miete für ein Zimmer in Innsbruck

AK Erhebung zeigt Luxus-Preise für WG-Zimmer: Wohnen in der Landeshauptstadt wird immer mehr zum Luxus. Auch für Studierende. Die Preise für Zimmer in Wohngemeinschaften sind 2021 erneut gestiegen, zeigt eine aktuelle Erhebung der AK Tirol. Und das treibt die Mieten weiter nach oben.

„Wer soll das bezahlen?“ – Angesichts unaufhaltsam steigender Wohnungspreise kommt einem unweigerlich dieser Titel eines Karnevals-Liedes von 1949 in den Sinn. Und dieser Trend spiegelt sich auch massiv in den Mieten wider, die Student:innen fürs Wohnen in Innsbruck hinblättern müssen.

950 Euro für 1 Zimmer. Satte 950 Euro waren 2021 für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft im Stadtteil Wilten hinzublättern – damit war dieser Preis der Spitzenreiter in der aktuellen Erhebung, für die die Wohnexpert:innen der AK Tirol das ganze Jahr 2021 über insgesamt 1.744 Inserate gesichtet haben, in denen WG-Zimmer in Innsbruck angeboten wurden. So entstand ein Mietpreisspiegel zur aktuellen Marktsituation.

Tatsächlich stiegen die Mietpreise in fast allen Stadtvierteln, teils erheblich. So lag der maximale Preis für ein Zimmer 2020 noch bei 800 Euro. Auch bei den Brutto-Durchschnittspreisen gab es einen Anstieg von 430 Euro (2020) auf 439,15 Euro. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Preisspirale

„Die teils absurd hohen Preise, die von Studenten kassiert werden, zeigen auch die prekäre Lage am Wohnungsmarkt“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Da viele junge Menschen – auch von auswärts bzw. aus dem Ausland – in Inns-bruck studieren, sind sie auf eine Wohnung angewiesen und bereit, unverschämte Preise zu bezahlen. Das treibt wiederum die Mieten nach oben, die sich die Menschen jetzt schon kaum leis-ten können.“

Studentencampus

Entspannung in absehbarer Zeit kann wohl nur der Studenten-Campus bringen, wie ihn AK Tirol und Sozialpartner bereits seit Jahren fordern. „Pläne dazu liegen mittlerweile vor, jetzt muss aber auch die Umsetzung endlich Fahrt aufnehmen“, fordert AK Präsident Zangerl. Dies ist umso wichtiger, als ja die Allgemeinheit die Mietkosten mit Beihilfen (s. re.) mitfinanzieren muss. „Es ist höchste Zeit, diesen Mietwucher einzudämmen!“

Grafik mit Preisen für WG-Zimmer für die einzelnen Innsbrucker Stadtteile © Grafik: AK Tirol
© Grafik: AK Tirol

MIETZINSBEIHILFE: DAS GILT

Mietzinsbeihilfe kann erst nach Ablauf einer Wartefrist beim Innsbrucker Stadtmagistrat beantragt werden. Österreichische Staatsbürger und Unionsbürger müssen vor Antragstellung durchgehend zwei Jahre mit Hauptwohnsitz in Innsbruck gemeldet sein, Drittstaatsangehörige mindestens fünf Jahre. An Studierende wird im Falle sozialer Bedürftigkeit und bei Vorliegen eines Mietvertrags für das gesamte Wohnobjekt eine Beihilfe gewährt, wobei als Wohnungsaufwand höchstens ein Betrag von 2,50 Euro je m2 förderbare Nutzfläche und Monat und eine förderbare Nutzfläche von höchstens 50 m2 zugrunde gelegt wird. Wohnen mehrere Studierende in einem Objekt, so werden maximal 90 m2 Nutzfläche anerkannt.

An andere Wohngemeinschaften bzw. bei der Vermietung von Einzelzimmern werden keine Beihilfen gewährt.

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