Hohe Treibstoffpreise: AK Tirol fordert gezielte Entlastung für Pendler
Die Entwicklungen bei den Diesel- und Benzinpreisen setzen zahlreiche Arbeitnehmer:innen in Tirol massiv unter Druck. Die AK Tirol zeigt deshalb mehrere zielgerichtete Möglichkeiten auf und fordert Lösungen, um die Pendler:innen zu entlasten.
Zwar wird durch regulatorische Maßnahmen und Senkung der Mineralölsteuer versucht, den Preisanstieg einzudämmen, dennoch bleibt die finanzielle Belastung für Pendler:innen hoch. Gerade im ländlichen Raum Tirols zeigt sich die strukturelle Problematik besonders deutlich. „Ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel ist für viele schlicht nicht möglich – und das nicht erst seit gestern“, so Zangerl. „Wenn es eine praktikable Alternative gäbe, hätten viele diesen Schritt längst gesetzt. Die Preise für Mobilität steigen nicht zum ersten Mal.“
Fehlendes Angebot
Ein zentrales Problem liegt im unzureichenden Angebot des öffentlichen Verkehrs außerhalb der Ballungsräume. Viele Regionen sind weder ausreichend erschlossen, noch sind die Fahrpläne mit den Arbeitszeiten kompatibel. „Es wohnt nicht jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer im gut erschlossenen Inntal“, betont Zangerl. Aus Sicht der Tiroler Arbeiterkammer braucht es daher rasch eine zielgerichtete und praktikable Lösung, die genau jene unterstützt, die keine Ausweichmöglichkeiten haben.
Für diese Gruppen soll die CO2-Abgabe pauschaliert refundiert werden. Die Umsetzung könnte entweder direkt über das zuständige Ministerium erfolgen oder indirekt im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung.
Konkreter Vorschlag der AK Tirol: Umwandlung des Pendlerpauschales in einen Steuerabsetzbetrag, der unabhängig vom tatsächlichen Einkommen wirkt und somit gezielt Arbeitnehmer:innen mit geringerem Einkommen deutlich stärker entlastet als das Pendlerpauschale in der derzeitigen Form.
Alternativ schlägt die AK Tirol eine befristete Wiedereinführung eines sozial gestaffelten Klimabonus für Pendler:innen vor. Dieser soll gezielt jene Haushalte entlasten, die besonders stark von den hohen Spritpreisen betroffen sind. Konkret könnten damit folgende Gruppen unterstützt werden: Arbeitnehmer:innen mit Anspruch auf Pendlerpauschale in Haushalten mit bestehendem Befreiungsbescheid im Rahmen von ORF/OBS (förderungswürdige Haushalte). „Eine solche Lösung wäre treffsicher, sozial ausgewogen und würde dort wirken, wo die Belas-tung tatsächlich anfällt – nämlich direkt an der Zapfsäule“, so Zangerl abschließend.
Die AK Tirol fordert daher rasches politisches Handeln, um insbesondere Pendler:innen im ländlichen Raum wirksam zu entlasten und die steigenden Mobilitätskosten abzufedern.
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