Sommerferien: Jedes 6. Kind unbetreut zuhause!
Die Kinderbetreuung bringt viele Eltern zeitlich und finanziell unter Druck. Das zeigt eine AK Erhebung. AK Zangerl: "Wir werden weiter Druck machen!"
Wieder ist der Anteil jener Schüler:innen, die Nachhilfe benötigen, gestiegen – auf 14 % (+ 2 Prozentpunkte) gegenüber 2023. 65 % der Kinder und Jugendlichen brauchen Unterstützung in Mathematik. Eltern kostet der Schulerfolg der Kinder insgesamt 7,7 Millionen Euro – oder durchschnittlich 660 Euro pro Schüler:in.
In etwa jedes siebte Schulkind in Tirol (14 %) nahm im Schuljahr 2024/25 bzw. im Sommer 2024 bezahlte Nachhilfe oder Lernhilfe in Anspruch. Damit stieg der Anteil im Vergleich zum Jahr 2023, wenn auch nur leicht, aber doch auf 14 % (+ 2 Prozentpunkte). Die Gründe dafür waren vielfältig, am häufigsten ging es darum, die Note zu verbessern (54 %), die Angst vor dem Sitzenbleiben oder einer Nachprüfung war für 22 % ausschlaggebend.
Bezahlte und unbezahlte Nachhilfe- bzw. Lernhilfeangebote sowie der geäußerte Wunsch nach bezahlter Nachhilfe ergeben einen hochgerechneten Gesamtbedarf in Tirol für rund 24.000 Schüler:innen; das sind rund drei von zehn Schüler:innen.
Das sind nur einige Ergebnisse der aktuellen repräsentativen AK Studie zum Thema „Nachhilfe“, für die zwischen Mitte Februar und Anfang Mai 2025 in Tirol 401 Haushalte mit 606 Schüler:innen befragt wurden (österreichweit 3.305 Haushalte mit 4.998 Schüler:innen).
Hier finden Sie die wichtigsten Tirol-Ergebnisse der aktuellen Studie im Überblick:
Trotz vieler kostenloser Lernangebote, etwa der AK Lernbegleitung, mussten Eltern für die Nachhilfe in Tirol immer noch durchschnittlich rund 660 Euro pro Schüler:in ausgeben (Erhebung 2025 bundesweit: 800 Euro; Tirol 2023: 680 Euro).
Insgesamt beliefen sich die Kosten für die Eltern in Tirol auf ca. 7,7 Millionen Euro (bundesweit: 153,3 Mio. Euro; Tirol 2023: 6,6 Mio. Euro). Der etwas höhere Nachhilfeanteil erklärt somit die Gesamtkostensteigerung.
Je nach Schulform ist der Anteil der Schüler:innen, die bezahlte oder unbezahlte Nachhilfe benötigten, unterschiedlich. An der AHS-Oberstufe, die für gewöhnlich die höchste Nachhilfequote aufweist, ist diese mit 36 Prozent insgesamt wieder gestiegen (2023: 27 %).
Auffallend ist die Entwicklung bei den jüngsten Schüler:innen: Während 2023 „nur“ 10 % der Volksschul-Kinder Nachhilfe nahmen, waren es dieses Jahr bereits mehr als doppelt soviele, nämlich 21 %. Bezahlte Nachhilfe wurde jedoch auch in Anspruch genommen, um die Chancen für die Aufnahme in eine AHS zu erhöhen.
Der Mathematikunterricht ist der Hauptgrund für Nachhilfe in Österreich und seit Beginn des Nachhilfebarometers das Nachhilfe-Fach Nummer Eins:
Bezahlte Nachhilfe wird etwas häufiger bei Nachhilfe-Instituten (30 %) als bei Lehrkräften genommen (27 %), danach folgen Studierende (19 %).
Mehr als die Hälfte der befragten Eltern (56 %) ist durch Nachhilfe finanziell spürbar bis sehr stark belastet.
Der Schulerfolg hängt bei vielen Kindern von der Unterstützung der Eltern ab. Drei Viertel der Kinder in Tirol (75 %) werden zu Hause zumindest hin und wieder beim Aufgabenmachen und beim Lernen und Üben beaufsichtigt.
Ein Drittel der Eltern (33 %) lernen so gut wie täglich mit ihren Kindern. Anders formuliert: einem Viertel der Kinder (26 %) muss täglich beim Hausübung machen geholfen werden.
Durch dieses hohe Ausmaß an privater Lernzeit geben drei Viertel der Eltern (78 %) an, dass sie durch die Unterstützung ihrer Kinder bei den Schulaufgaben zeitlich mehr oder weniger belastet sind.
„Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in den Forderungen der AK nach Verbesserungen wider“, so AK Präsident Erwin Zangerl: Es braucht
Die AK Tirol geht hier schon seit Jahren mit gutem Beispiel voran. Die kostenlose AK Lernbegleitung wird das ganze Schuljahr über begleitend zum Unterricht am BFI Tirol angeboten, und in den Sommerferien können Lernangebote im Rahmen der Sommerschule Plus von AK und Land Tirol kostenlos genutzt werden.
Für die repräsentative AK Nachhilfe-Studie wurden zwischen Mitte Februar bis Anfang Mai 2025 im Auftrag der AK vom Sozial- und Meinungsforschungsinstitut IFES bundesweit 3.305 Haushalte mit 4.998 Schülerinnen befragt, für die Stichprobe Tirol 401 Haushalte mit 606 Schüler:innen.
Zielgruppe waren Haushalte mit Schulkindern (ausgenommen: Berufsschulen, Akademien, Schulen im Gesundheitswesen). Die Interviews wurden telefonisch und online durchgeführt.
Das Team der AK Bildungsabteilung ist für Sie da!
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