Aufgeschobene Karenz

Sie können mit Ihrem Dienstgeber vereinbaren, dass Sie sich 3 Monate Ihrer Karenz aufheben, und sie bis zum Ablauf des 7. Lebensjahres Ihres Kindes verbrauchen. Diese 3 Monate werden als „aufgeschobene Karenz“ bezeichnet.

Durch die Aufschiebung sind Sie flexibler, und haben auch dann Zeit für Ihr Kind, wenn es wirklich notwendig ist. So können Sie beispielsweise die Karenz­zeit beim Schuleintritt Ihres Kindes verbrauchen und haben so die Möglichkeit, Ihr Kind beim Erlernen des Schulweges zu unterstützen, Lernproblemen ent­gegen zu wirken und dem kleinen Schulanfänger den neuen Lebensabschnitt zu erleichtern.

Wichtig!

Aufgeschobene Karenz können Sie nehmen, wenn die Karenz mit dem vollendeten 21. Lebensmonat des Kindes geendet hat. Beide Elternteile können aufgeschobene Karenz beanspruchen, wenn die Karenz mit vollendetem 18. Lebensmonat des Kindes geendet hat.

So beanspruchen Sie aufgeschobene Karenz

  • Die Absicht, Karenz aufzuschieben, ist dem Arbeitgeber innerhalb der Schutzfrist  mitzuteilen.

  • Bei  einer Karenzverlängerung muss ihm die Absicht, die Karenz auf­zu­schieb­en, gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Verlängerung mitgeteilt werden, und zwar spätestens 3 Monate vor dem Ende der Karenz.

  • Wird die Karenz mit dem Vater geteilt, muss der Arbeitgeber spätestens 3 Monate vor dem Ende der Karenz des Vaters informiert werden, dass die Karenz aufgeschoben wird.

  • Kommt innerhalb von 2 Wochen ab Bekanntgabe keine Einigung mit dem Dienstgeber zu Stande, können Sie die Karenz zum gewünschten Zeitpunkt antreten, wenn der Dienstgeber nicht innerhalb weiterer 2 Wochen eine Klage beim zuständigen Gericht einbringt.

Achtung!

Während der aufgeschobenen Karenz besteht kein Kündigungs- und Entlassungsschutz. Auch gibt es keine finanziellen Leistungen (wie z.B. Kinderbetreuungsgeld).

Aufgeschobene Karenz bei Schuleintritt

Auf­ge­schob­ene Karenz kann beim Schuleintrittes des Kindes genommen werden, wenn

  • eine aufgeschobene Karenz noch offen ist und die Zeit zwischen 1. Sep­tember (Schulbeginn) und 7. Geburtstag des Kindes weniger als 3 Monate beträgt (z. B. Geburtstermin 23. September) oder
  • das Kind erst nach dem 7. Geburtstag die Schulreife erlangt. In diesem Fall muss die aufgeschobene Karenz spätestens am Tag des Schuleintritts be­ginn­en.

musterbriefe und anträge

Hier finden Sie Musterbriefe und Anträge zum Thema "Mutterschutz und Karenz"

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