Spritpreise: Tirol 3 Wochen teuerstes Bundesland
Die AK Tirol hat zwischen 13. August und 2. September die Preise für Diesel und Super 95 erhoben: Tirol war im Schnitt stets das teuerste Bundesland.
Wie gut sind Tirols Bushaltestellen ausgestattet?
Eine Analyse der AK Tirol zeigt, dass es deutliche Defizite bei Bushaltestellen in Tirol bei Ausstattung, Sicherheit, Barrierefreiheit und Erreichbarkeit gibt.
Mehr als 60 % der untersuchten Bushaltestellen bieten aus Sicht der Fahrgäste keinen ausreichenden Schutz vor Regen und Sonne. Häufig fehlen zudem sichere Straßenübergänge, Beleuchtung, Gehwege und vollständige Fahrgastinformationen. Rund 9 % der Tiroler Erwerbstätigen leben an einem Wohnort, der nicht ausreichend an den öffentlichen Verkehr angebunden ist.
Die AK Tirol fordert daher moderne, sichere und wettergeschützte Haltestellen sowie zusätzliche Haltestellen und gezielte Angebotsverbesserungen.
Wer mit dem Bus fährt, soll nicht im Regen stehen. Eine Analyse der Arbeiterkammer Tirol zeigt Schwächen bei der Ausstattung, der Sicherheit und der regionalen Erschließung in Tirol.
Die Qualität des öffentlichen Verkehrs hängt nicht nur vom Fahrplanangebot ab. In Tirol ist die Bushaltestelle zumeist der erste und der letzte Berührungspunkt mit dem öffentlichen Verkehr. Eine gute und erreichbare Haltestelle ist deshalb wichtig für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Eine AK-Analyse zeigt Defizite in Qualität und Erreichbarkeit.
505 Bushaltestellen - rund 16 % aller Tiroler Haltestellen - wurden in einer AK-Sonderauswertung des Haltestellenchecks der Mobilitätsorganisation VCÖ analysiert. Das ist zwar keine flächendeckende Erfassung, gibt aber trotzdem einen guten Einblick in die Tiroler Gesamtsituation.
Häufigster Kritikpunkt ist der Witterungsschutz: Bei mehr als 60 % der bewerteten Haltestellen wird dieser von den Fahrgästen als unzureichend wahrgenommen. Fehlende Sitzgelegenheiten und Radabstellplätze werden bei fast der Hälfte der bewerteten Haltestellen bemängelt. Aus Sicht der Fahrgäste fehlt bei 43 % der Haltestellen auch eine ausreichende Beschattung - angesichts zunehmender Hitzeperioden nicht mehr nur eine Frage des Komforts!
Bei Barrierefreiheit und Fahrgastinformation zeigt sich bei rund einem Drittel der bewerteten Haltestellen Handlungsbedarf. Es fehlen etwa digitale Anzeigen oder vollständige Fahrpläne. Defizite gibt es zudem bei der Sicherheit: Bei 28 % der Haltestellen gibt es keine sicheren Straßenübergänge, bei jeder vierten keine ausreichende Beleuchtung und bei knapp jeder fünften keinen sicheren Gehweg. Interessant: Bei Haltestellen im ländlichen Raum werden diese Sicherheitsaspekte deutlich häufiger kritisiert.
Neben der Qualität der Haltestellen gibt es auch regionale Versorgungslücken. Eine im Auftrag der AK durchgeführte Studie der Technischen Universität Wien, analysierte anhand der ÖV-Güteklassen, wie gut Tiroler Erwerbstätige an den öffentlichen Verkehr angebunden sind. Die Güteklassen messen die Erschließungsqualität anhand von Haltestellenentfernung, Verkehrsmittel und Fahrplan. Das Ergebnis: der Wohnort von rund 9 % der Tiroler Erwerbstätigen ist nicht ausreichend vom öffentlichen Verkehr erschlossen. In 80 der 277 Gemeinden trifft das auf mindestens jede fünfte erwerbstätige Person zu. Selbst nach simulierten Taktverdichtungen bleiben noch immer 31 Gemeinden übrig. In acht Gemeinden liegt der Anteil gar bei über 80 %. Mehr Verbindungen allein reichen hier also nicht aus; es braucht zusätzliche Haltestellen.
Für die AK Tirol steht fest: Die Bushaltestellen müssen modernisiert werden. Ausreichender Regen- und Sonnenschutz, genügend Sitz- und Radabstellmöglichkeiten sowie leicht zugängliche und vollständige Fahrgastinformationen sind kein Luxus! Unbedingt notwendig sind sichere Gehwege, Straßenübergänge und Beleuchtung – insbesondere am Land. Weiters braucht es aber auch gezielte Angebotsverbesserungen und – wo nötig – zusätzliche Haltestellen.
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