22.3.2016
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Josefitreffen 2016: AK Präsident Zangerl: „Erste Impulse für leistbares Wohnen sind erfreulich, aber nicht genug. Wir brauchen endlich ein umfassendes Paket!“

Wohnen ist ein Menschenrecht. Und es liegt in der Verantwortung der Politik, dass es erfüllt wird. – So lautete das Credo beim Josefitreffen am 17. März, mit dem an die Resolution von AK, Diözese Innsbruck, ÖGB und KAB Tirol vom Vorjahr angeknüpft wurde. „Unsere Forderungen sind aber noch nicht erfüllt“, betonte AK Präsident Erwin Zangerl. Jetzt verlangt er weitere Maßnahmen vom Land, aber auch von den neu gewählten Gemeinderäten und Bürgermeistern.

Josefitreffen der AK Tirol 2016 © -, AK Tirol

Zum Tag des Heiligen Josef, des Tiroler Landespatrons und Schutzpatrons der Arbeiter, diskutierten beim Josefitreffen in der AK Tirol wieder mehr als 50 Vertreter von sozialen Vereinen und Organisationen. Mit dem Josefitreffen ermöglicht ihnen die AK Tirol eine Plattform zur Kommunikation. Ziel ist es, drängende soziale Probleme der Tiroler Bevölkerung aufzuzeigen und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Beim Treffen, das heuer bereits am 17. März stattfand, war wie im Vorjahr das Thema „Leistbares Wohnen“ einer der Schwerpunkte.

„2015 haben wir in einer Resolution mit Diözese Innsbruck, ÖGB Tirol und KAB Tirol auf das Wohnen als Grundrecht hingewiesen und vom Land Strategien gegen die stetig steigenden Wohnkosten eingefordert. Gleichzeitig belegte Experte Alois Leiter in seiner Studie für die AK Tirol (siehe unten), dass schon beim Bau Einsparungspotenziale von 10 bis 15 % genutzt werden könnten“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Wir konnten erste wichtige Impulse auslösen. Doch damit darf nicht Schluss sein!“ Denn auch für immer mehr Familien mit mittleren Einkommen sind die Mieten nicht mehr leistbar.

Resolution 2015: Die ausgelösten Impulse

  • Die Rückzahlungsbedingungen der Wohnbauförderung wurden verbessert,
  • die Idee vom vergessenen „Besonderen Mietwohnbau“ wurde zumindest wieder aufgegriffen, und
  • die Kritik an den geschätzten 20.000 Baunormen wurde im Zuge der Begutachtung des neuen Normengesetzes erneuert.

Josefitreffen 2016: Kritik an Mietpreisobergrenzen der Mindestsicherung

Trotz dieser ersten Verbesserungen ist „leistbares Wohnen“ in Tirol noch in weiter Ferne! Viele Betroffene, vor allem die jungen, setzen ihre Hoffnungen jetzt in die neugewählten Gemeinderäte sowie Bürgermeister. Deshalb wurden beim Josefitreffen 2016 die noch offenen Forderungen aus dem Vorjahr aufgegriffen:

  • So ist die Forderung nach einer Mietzinsbeihilfe in allen Gemeinden (ab Wohnungsbezug) ebenso wenig erfüllt wie jene nach einer
  • mutigen und fairen Raumordnungs- und Flächenwidmungspolitik.
  • Auch viele illegale Freizeitwohnsitze sorgen dafür, dass Wohnen in vielen Regionen unbezahlbar wird. Hier ist darauf zu achten, dass die Vorgaben des Grundverkehrsgesetzes umgesetzt und seine Einhaltung kontrolliert wird.
  • Die Vertreter der sozialen Einrichtungen weisen immer wieder darauf hin, dass die Mietpreisobergrenzen der Mindestsicherung Anmietungen verhindern. Wir fordern das Land Tirol auf, diesen unerträglichen Zustand zu beenden!

Weitere Maßnahmen, die zur Entlastung beitragen

  • Wir brauchen ein umfassendes Paket, um die Gesamtbaukosten und Betriebskosten zu senken. Potenziale gibt es in den Bereichen Energieeffizienz, Brandschutz, Ausstattung, Aufzugsanlagen etc., wo überzogene Standards die Kosten in die Höhe treiben. Außerdem sollten Architektenwettbewerbe auf Basis eines Kostenrahmens durchgeführt werden.
  • Bau von Startwohnungen für Junge,
  • Bau von Studentenwohnanlagen, die den Innsbrucker Wohnungsmarkt entlasten,
  • Anreize für Ältere, um ihnen den Umzug in eine kleinere Wohnung zu erleichtern und Leerstände von Wohnungen zu vermeiden.

Die AK Studie „Leistbares Wohnen in Tirol – Möglichkeiten einer Kostensenkung im Wohnbau unter besonderer Berücksichtigung der gemeinnützigen Wohnbauträger in Tirol“ von Alois Leiter finden Sie zum Nachlesen in der Infobox.

So wird Wohnen in Tirol endlich billiger

Zweckwidmung der Wohnbauförderungsmittel, Mietpreisbremse und Änderungen der Maklerverordnung, das würde die Wohnkosten rasch sinken lassen.

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