AK Präsident Erwin Zangerl fordert: "CO2-Steuer auf Heizöl aussetzen!"
Noch immer zählen Heizölanlagen in Österreich zu wichtigen Wärmeversorgern für Eigenheime und Mietobjekte, vor allem im Westen. So beläuft sich die Anzahl der Ölheizungen in Tirol auf 89.000 Anlagen, bei österreichweit 440.000 (Zahlen 2024). Aufgrund der geopolitischen Verwerfungen steigen neben den Spritpreisen auch die Preise für Heizöl. Um hier entlastend entgegenzuwirken, fordert AK Präsident Erwin Zangerl, dass die CO2-Steuer auf Heizöl vor allem für energiearme Haushalte vorübergehend ausgesetzt wird. Zugleich müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass auch die Gewinnaufschläge kontrolliert werden müssen. Auch hier fehle es an Transparenz, wer wie viel an einem Liter Heizöl verdient. „Wir müssen endlich Kenntnis davon haben, wo die Aufschläge erfolgen und ob sie zurecht erfolgen“, so Zangerl.
Derzeit kostet Heizöl an der Börse (netto) pro 100 Liter 107,9 US-Dollar, somit 86,53 Euro. Hinzukommen für 100 Liter 5 Euro an Mineralölsteuer sowie 14,85 Euro an CO2-Steuer (jeweils netto). Somit ergibt sich ein Gesamtpreis von 106,38 Euro netto, inklusive Mehrwertsteuer beträgt der Preis somit für 100 Liter Heizöl 127,70 Euro. Zeitgleich kosten in Tirol (Stand 16.4.) 100 Liter (bei einer Abnahme von mind. 3.000 Litern) etwa 175,14 Euro brutto. Somit ergibt sich aktuell eine Differenz von 47 Euro zwischen dem Börsenpreis (inklusive der Steuern) zum Verkaufspreis in Tirol.
Diese Differenz ist auf verschiedene Aspekte zurückzuführen. Etwa auf sogenannte Overhead-Kosten wie Transport, Personal etc. oder auch auf Gewinnaufschläge, in welcher Form auch immer. Für AK Präsident Erwin Zangerl steht fest, dass, wie schon im Bereich der Lebensmittel oder bei Benzin und Diesel, endlich klare Verhältnisse zu schaffen sind, wer wie viel auf den Grundpreis aufschlägt und ob es eine Rechtfertigung dazu gibt. „Angesichts der scheinbar übermächtigen Marktteilnehmer wäre es höchst an der Zeit, hier endlich für Transparenz zu sorgen und sich nicht an der Nase herumführen zu lassen“, so Zangerl, der auf die Umgehung der OMV bei der Spritpreisbremse anspielt.
Auch die 14-prozentige CO2-Steuer soll, vor allem für energiearme Haushalte, ausgesetzt werden, solange sich die Lage auf den Weltmärkten nicht beruhigt, sagt Zangerl. „Die Akzeptanz für eine derartige Steuer sinkt, denn die Menschen begreifen nicht, warum von ihnen technisch einwandfreie Anlagen gefordert werden und sie sparen und eine Umwelt-Steuer zahlen müssen, während allein durch die weltweiten Kriegshandlungen Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gepumpt werden. Der Staat steckt sich diese Steuer in die Tasche, obwohl wir dafür sorgen müssten, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit haben, zu heizen und nicht in die Energiearmut abzurutschen“, so Zangerl.
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