Pellets: Tiroler heizen am teuersten in Österreich
Eine AK Erhebung zeigt: Die Pelletpreise sind um 30 % höher als noch im Juni des Vorjahres. Und auch bei den Pellets gibt es den "Tirol-Aufschlag"!
Auch Anfang September haben die Expert:innen der Wirtschaftspolitischen Abteilung der AK die Preise für Holzpellets bei 10 Tiroler Anbietern erhoben. Wer jetzt für den Winter einlagern möchte, muss mit Preisen rechnen, die um rund ein Drittel höher gegenüber jenen des Vorjahres liegen!
Die AK Tirol hat Anfang September die Preise für Holzpellets bei zehn Tiroler Anbietern erhoben. Ergebnis: Die Preise ziehen vor der Heizsaison deutlich an. Für sechs Tonnen inklusive Transport lag der Durchschnitt bei 2.609,51 Euro – rund 6 Prozent mehr als im August.
Noch deutlicher ist der Jahresvergleich: Im September 2025 lag der Durchschnitt bei rund 1.962 Euro. Pellets sind damit binnen eines Jahres um rund ein Drittel teurer geworden.
Zum Vergleich: Die Inflation lag im August laut Schnellschätzung bei 3,2 Prozent, Energie insgesamt bei plus 10 Prozent. „Dass ausgerechnet der Preisanstieg in Tirol so außergewöhnlich hoch ausfällt, ist gerade für pelletproduzierendes Bundesland schwer nachvollziehbar!“, kritisiert AK Präsident Erwin Zangerl die Preispolitik. „Lebensmittel, Drogeriewaren, Sprit oder Wohnen: Überall zahlen die Tiroler:innen die höchsten Preise, obwohl sie bei den Einkommen ganz hinten liegen.“
Wie die Grafik zeigt, reichte die Preisspanne im September von 2.475,24 Euro bei Theurl Holz Assling bis 2.689,50 Euro bei WAV Wärme Austria – jeweils für 6 Tonnen brutto inklusive Transport.
Die AK rät: Angebote vergleichen, Gesamtkosten inklusive Transport prüfen und bei auffällig billigen Online-Angeboten vorsichtig sein. Zertifizierungszeichen wie ENplus® bieten Orientierung. Wer noch Pellets für die Heizsaison braucht, sollte fehlende Mengen möglichst bis Oktober bestellen – wer zu lange wartet, riskiert höhere Preise oder Lieferengpässe.
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