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Als freie Dienstnehmerin ausgenutzt

Pia W. ist Studentin und muss sich nebenbei ihren Lebensunterhalt verdienen. So viele Stunden wie möglich war sie deshalb bei einer Leiharbeitsfirma im Einsatz. Seit zwei Jahren wurde sie von dieser als freie Dienstnehmerin in Filialen einer großen Bank geschickt. Dort war die engagierte junge Frau als Teilzeitkraft für administrative Tätigkeiten zuständig. Für dieselben Aufgaben und mit denselben Kenntnissen also, die auch die Angestellten der Bank ausübten. Pia wollte wissen, ob das alles rechtens ist und wandte sich an die Arbeiterkammer.

Wie wir Pia helfen konnten:  

Eines war unserem Berater sofort klar, als Pia ihren Arbeitsalltag beschrieb: Sie war eigentlich als echte Angestellte tätig und nicht als freie Dienstnehmerin. Denn Pia war an die Arbeitszeiten und Weisungen der Bank gebunden, in den Betrieb vollständig eingebunden und durfte sich nicht vertreten lassen. All das sind rechtliche Kriterien, die bei einer freien Dienstnehmerin nicht zutreffen dürften.

Für die Studentin gab es also eine gute Nachricht: Sie galt rechtlich als Angestellte und hatte deshalb endlich Anspruch auf Rechte, auf die sie als freie Dienstnehmerin verzichten musste: Auf bezahlten Urlaub zum Beispiel, aber auch auf eine faire Bezahlung nach dem Kollektivvertrag für Bankangestellte sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die AK intervenierte für sie bei der Leiharbeitsfirma und konnte erreichen, dass alle Ansprüche der letzten zwei Jahre nachbezahlt wurden. Immerhin 4.000 Euro brutto, die Pia für die Finanzierung ihres Studiums gut gebrauchen kann.

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