13.12.2016
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Gemeinsam sind wir stark: AK Präsident Erwin Zangerl im Gespräch

AK Präsident Erwin Zangerl warnt im Gespräch vor neoliberalen Kräften, die es auf die Unabhängigkeit und Stärke der Arbeiterkammer abgesehen haben, nur um die Beschäftigten zu schwächen.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Herr Präsident, welches Resümee ziehen Sie für 2016?

Zangerl: Festzustellen ist, dass wir trotz aller widrigen Bedingungen in einem Land leben, in dem noch Stabilität und Sicherheit herrschen. Ich sage bewusst „noch“, weil es leider auch in unserem Land neoliberale Kräfte gibt, die nicht mehr von Menschen, sondern nur noch von Märkten reden. Sie berufen sich auf die Freiheit des Einzelnen und meinen damit einen schrankenlosen Wirtschaftskapitalismus, dem die Beschäftigten ausgeliefert sind.

Wie beurteilen Sie in diesem angespannten Umfeld die Aufgabe der Arbeiterkammer?

Zangerl: Eines gleich vorab. Für diese Herrschaften ist die Arbeiterkammer das Feindbild Nummer eins. Wir sind die mit Abstand größte und stärkste gesetzliche Interessenvertretung im Lande. Durch den Pflichtbeitrag der AK Mitglieder sind wir finanziell in der Lage, unabhängig zu sein. Mit unseren mehr als 300.000 Tiroler Mitgliedern und den österreichweit mehr als 3 Millionen AK Mitgliedern sind wir eine Macht, die sich deshalb auch kraftvoll für die Arbeitnehmer einsetzen und Ungerechtigkeiten bekämpfen kann. Sozialabbau, Lohndumping, den 12-Stunden-Arbeitstag, Steuerungerechtigkeiten, Pensionskürzungen oder den Abbau unseres Gesundheitssystems – all das wird es mit uns sicher nicht geben! Wir reden nicht vom sogenannten „kleinen Mann“, wir vertreten ihn! Wir wissen genau, wie es den Menschen am Arbeitsplatz und in der Familie geht, wie hart sie täglich arbeiten müssen und wie schwer es geworden ist, von seiner Arbeit auch leben zu können.  Wir wissen um die Sorgen der Familien bezüglich der Probleme ihrer heranwachsenden Kinder, die immer schwerer ins Ausbildungs-, Berufs- und Familienleben einsteigen können, weil die Arbeitsbedingungen unsicherer geworden sind und Wohnen unerschwinglich teuer ist.

Wie zufrieden sind die AK Mitglieder mit ihrer Vertretung?

Zangerl: Die AK hat die höchsten Beliebtheitswerte bei den Beschäftigten. Wir sind das Schutzhaus, in dem die Sicherheit für unsere Arbeitnehmer großgeschrieben wird: Im Arbeits-, Sozial-, Konsumenten-, Wohn- und Steuerrecht, in Wirtschafts-, Jugend- und Bildungsfragen, in Innsbruck und in allen Bezirken. Das geht nur durch den solidarischen Pflichtbeitrag aller AK Mitglieder, der im Schnitt 7 Euro pro Monat ausmacht.

Warum versuchen neoliberale Kreise, die Finanzgebarung der AK zu skandalisieren?

Zangerl: Der Grund liegt auf der Hand. Durch falsche Behauptungen über angebliche Privilegien und Vermögenswerte, die für Notzeiten bzw. für akute Einsatzmaßnahmen im Dienst der Arbeitnehmer gedacht sind, wird eine Neiddebatte angezettelt, um die Arbeiterkammer zu schwächen. Unsere Bilanzen werden jährlich veröffentlicht, die Zahlen belegen, wie verantwortungsbewusst wir mit den AK Beiträgen umgehen (siehe die Aufstellung unten). Wohlgemerkt: Wir analysieren laufend unsere Angebote und befinden uns in einem ständigen Reformprozess. Wir wollen Verbesserungen für die Arbeitnehmer, doch diese Herrschaften wollen Verschlechterungen. Wer den solidarischen Zusammenhalt schwächt, will, dass der Einzelne schutzlos wird.

Das geschieht mit den Beitraegen © AK Tirol, AK Tirol
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