19.4.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

AK warnt: Neue Erotik-Abzocke prellt Kunden auch in Tirol!

Eine neue Abzockwelle mit telefonischen Erotikdienstleistungen rollt offenbar auf Tirol zu. Verunsicherte Konsumenten wenden sich derzeit an die AK Tirol. In einem Fall werden von einem Oberländer mittels mehrerer Rechnungen insgesamt 360 Euro für nicht näher bezeichnetes „Telefonsexservice“ gefordert. Die AK Konsumentenschützer raten dringend, keine Zahlungen zu leisten!

Bereits seit Jahren sind die Experten der Arbeiterkammer mit den Maschen rund um angebliche Telefonsexdienstleistungen vertraut. Dieses Mal sind es mit der Post zugesandte Zahlungsaufforderungen eines angeblich in Tschechien ansässigen Unternehmen namens „Belladot“, mit denen ahnungslosen Konsumenten das Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Doch Achtung: Wer eine solche Aufforderung erhält, sollte auf keinen Fall zahlen! 

So funktioniert die Abzocke. In einem Beratungsgespräch mit den Konsumentenschützern der AK Tirol konnte aufgedeckt werden, wie die Gauner an die Adressen ihrer Opfer kommen: Unter einem Vorwand werden die späteren Opfer bereits im Vorfeld angerufen. Im konkreten Fall meldete sich ein unbekannter Anrufer und fragte nach, warum ein eingeschriebener Brief, der schon länger hinterlegt sei, noch nie abgeholt wurde. Der Angerufene wusste nichts von einem Brief und gab seine korrekte Postadresse an, um etwaige „Zustellfehler“ auszuschließen. Zwei Monate nach diesem Telefonat folgte ein Forderungsschreiben für nicht näher bezeichnetes „Telefonsexservice“. Bezahlt werden sollte innerhalb von acht Tagen per Überweisung auf ein tschechisches Bankkonto oder per Bargeldsendung in einem eingeschriebenen Brief an ein tschechisches Postfach. 

Die Tipps der Konsumentenschützer. Grundsätzlich gilt: Leisten Sie keine voreiligen Zahlungen solange nicht klar ist, dass Sie einen rechtskräftigen Vertrag mit einem Unternehmen geschlossen haben. Einmal geleistete Zahlungen sind praktisch verloren. Außerdem sollten noch folgende Tipps beachtet werden: 

  • Seien Sie skeptisch, wenn Sie am Telefon nach Ihren persönlichen Daten – z. B. der Wohnanschrift – gefragt werden. Geben Sie sie nicht bekannt, sondern fragen Sie Ihrerseits den Anrufer wer er ist und warum er Ihre Anschrift wissen will. Im Zweifel beenden Sie das Telefongespräch.
  • Teilen Sie dem Anrufer mit, dass Sie keine weiteren Anrufe wünschen und dass Sie sich bei nochmaligem Anruf an die Behörden wenden werden.
  • Rufen Sie eine Ihnen unbekannte Nummer grundsätzlich nicht zurück!
  • Erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion. 

Generell ist verstärkt zurVorsicht bei der Bekanntgabe von Daten zu raten. Geben Sie z. B. Telefonnummern etwa in Webformularen im Internet nur dann bekannt, wenn dies unbedingt notwendig ist und sich wirklich nicht vermeiden lässt. 

Für Fragen und rechtliche Auskünfte stehen die Konsumentenschützer der AK Tirol unter der kostenlosen Hotline 0800/22 55 22 DW 1818 gerne zur Verfügung.  

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK