4.10.2017
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Unterberger-Vorwürfe gegen AK sind haltlos und treiben einen Keil zwischen Sozialpartner, Unternehmer und Arbeitnehmer.

Als höchst bedenklich bezeichnet AK Präsident Erwin Zangerl die Aussagen von Unternehmer Fritz Unterberger zu Sozialpartnerschaft und AK. „Es wäre mir recht, wenn Hr. Unterberger den Beweis antritt und zeigt, wo die Arbeiterkammer Unternehmer als ‚Ausbeuter und Verbrecher’ bezeichnet hat, wie er meint. Ein derartig untergriffiger Auftritt und das Verbreiten unsinniger Anschuldigungen sprechen nicht gerade für ein hohes Niveau und werfen ein schlechtes Licht auf die engagierten Unternehmer im Land“, so Zangerl. Außerdem solle Unterberger nicht vergessen, dass auch die Wirtschaftskammer Teil der Sozialpartnerschaft ist, die er so scharf kritisiert. 

Während man faktenlose Unterstellungen von Seite einiger Parteien bereits gewohnt ist, greift nun auch Unternehmer Fritz Unterberger zum verbalen Säbel gegen Sozialpartnerschaft und AK. Außer einem emotionalen Rundumschlag erfährt man jedoch wenig über die Hintergründe dazu. Denn die von Unterberger vorgebrachten Anschuldigungen sind nicht nur völlig unkonkret, sondern auch schlichtweg falsch. „Die Arbeiterkammer hat zu keinem Zeitpunkt Unternehmer pauschal verurteilt und schon gar nicht als Ausbeuter und Verbrecher hingestellt. Scheinbar befinden sich einige Mitglieder der Tiroler Adlerrunde im Wahlkampfmodus und lassen deshalb auch die notwendige Sorgfalt beim Fakten-Check vermissen. Derartig falsche Aussagen nützen niemandem und schaden der Sozialpartnerschaft ebenso wie den Unternehmern und den Arbeitnehmern“, so AK Präsident Erwin Zangerl. 

Sozialpartner ade? „Es ist bedenklich genug, dass die Adlerrunde ihre Wünsche, unter denen jetzt scheinbar auch die Abschaffung der Sozialpartnerschaft ist, direkt an die kommende Regierung nach Wien schickt. Damit umgeht sie klar den üblichen Weg über Landtag bzw. Landesregierung. Das wiederum zeugt von einem besonderen Demokratieverständnis, zu dem der Wunsch nach Abschaffung der Sozialpartnerschaft und der AK gut passt. Aber uns ist und war immer bewusst, was Tirols Unternehmer leisten und mit welchen Hürden sie zu kämpfen haben. Gerade aber die AK ohne konkrete Argumente zu verunglimpfen und nicht die zuständigen Stellen, ist verwunderlich. Denn die AK ist nicht für die Bürokratie, die hohe Steuerlast oder die Überregulierungen verantwortlich, wie kritisiert wird. Uns geht es um Solidarität und ein Miteinander von Unternehmern und Arbeitnehmern gerade vor dem Hintergrund dieser oft schwierigen Situation. Und dass es immer einige schwarze Schafe gibt, die Arbeitnehmer nicht auf Augenhöhe behandeln, das weiß auch Hr. Unterberger“, so Zangerl.

Knackpunkt Arbeitszeit. Auf Augenhöhe möchte der AK Präsident auch die Diskussion um eine Ausdehnung der Arbeitszeiten geführt wissen. Zangerl: „Es gibt derzeit bereits reichlich Möglichkeiten, die Arbeitszeit auszudehnen, ich bin auch gerne bereit, Hr. Unterberger eine Liste dazu zur Verfügung zu stellen. So wie die generelle Ausweitung der Arbeitszeit derzeit aber geplant ist, kann es im Sinne der Arbeitnehmer keine Zustimmung geben“, so Zangerl.

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