6.11.2017
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AK Tirol fordert finanzielle Hilfe auch für die stundenweise Personenbetreuung daheim

Obwohl viele ältere Menschen so manche Alltagsaufgaben noch gut selbst bewältigen können und vielleicht nur stundenweise Hilfe brauchen, werden vielfach 24-Stunden-Betreuungskräfte engagiert. Denn während es dafür Zuschüsse vom Sozialministeriumsservice gibt, wird die stundenweise Betreuung nicht gefördert. Die AK Tirol fordert deshalb eine Änderung im Bundespflegegeldgesetz. So werden auch noch Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und die Wertschöpfung bleibt im Land. AK Präsident Erwin Zangerl: „Es ist höchst an der Zeit, auch die stundenweise Betreuung finanziell zu unterstützen und dadurch die Betroffenen und deren Familien zu entlasten.“

Immer mehr ältere Menschen werden daheim von Betreuungskräften versorgt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die demographische Entwicklung, den Wunsch, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben, und dass die nahen Angehörigen meist erwerbstätig sind.

Aber obwohl viele Betroffene gewisse Dinge noch gut selbst erledigen könnten, wird oft eine in solchen Fällen weniger sinnvolle 24-Stunden-Personenbetreuung engagiert. Denn einerseits kommt die stundenweise Betreuung (pro Stunde gerechnet) wesentlich teurer, andererseits werden vom Sozialministeriumsservice auch nur die Kosten einer 24-Stunden-Betreuung finanziell unterstützt. Dies zeigte sich im EU-kofinanzierten Erasmus+-Projekt der AK Tirol „sole24ore“, bei dem u.a. ein Curriculum zur Qualifizierung von 24-Stunden-Personenbetreuungskräften sowie ein Ratgeber für Angehörige erstellt wurden.

Hinzu kommt, dass die stundenweise Betreuung auch von Personal übernommen werden kann, das in Österreich wohnt, während die 24-Stunden-Personenbetreuung fast ausschließlich von Betreuern aus Mittel- und Osteuropa ausgeübt wird.

AK Präsident Erwin Zangerl: „Es ist höchst an der Zeit, auch die stundenweise Betreuung finanziell zu unterstützen und dadurch die Betroffenen und deren Familien zu entlasten.“ So werden auch noch Arbeitsplätze für Menschen geschaffen, die bereits in Österreich leben, und es kommt nicht zu einem Import von Arbeitskräften bzw. zu einem Export der Förderungen nach Mittel- und Osteuropa. Damit bleibt die Wertschöpfung aus den Förderungen im Land und sie sind damit auch volkswirtschaftlich gesehen deutlich sinnvoller angelegt.

Deshalb fordert die Vollversammlung der AK Tirol das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf, den § 21b des Bundespflegegeldgesetzes zu ergänzen sowie die entsprechenden Richtlinien abzuändern, damit Mittel aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung auch für Zuwendungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige gewährt werden, die nur eine stundenweise Betreuung benötigen.

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