AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol
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21.12.2022

Strom- und Heizkosten: AK Tirol fordert Entlastungen auf Landesebene und formuliert Maßnahmenvorschläge

Die stark gestiegenen Kosten für Strom und Wärme belasten mittlerweile einen breiten Anteil der Tiroler Bevölkerung, treffsichere Maßnahmen fehlen bislang. Die Expert:innen der AK haben nun Maßnahmen formuliert, die niemanden vergessen und punktgenau dort helfen, wo’s brennt.

In den letzten Monaten wenden sich immer mehr Tiroler:innen an die AK, weil sie die stark gestiegenen Kosten für Strom und Wärme finanziell kaum mehr stemmen können. Mieterhöhungen, gestiegene Zinsen sowie explodierende Preise für Lebensmittel drohen nun weite Teile der Bevölkerung in eine soziale Krise zu stürzen.

AK Präsident Erwin Zangerl sieht die Landesregierung gefordert, treffsichere Maßnahmen schnellstmöglich in die Umsetzung zu bringen: „Der aktuelle Heizkostenzuschuss des Landes in Höhe von 250 Euro deckt nur einen geringen Teil der tatsächlich anfallenden zusätzlichen Kosten ab. Unsere Berechnungen haben ergeben, dass allein der Gaspreisanstieg in einem Durchschnittshaushalt Mehrkosten für Heizen und Warmwasser in Höhe von über 2.000 Euro pro Jahr verursacht! Daher braucht es jetzt Maßnahmen, die diese Kosten abfedern, damit sich die Menschen zukünftig nicht fürchten müssen, ihre Wohnungen zu heizen!“

Sowohl beim Strom als auch bei den Heizkosten darf es außerdem für die Unterstützung keinen Unterschied machen, ob die Kosten direkt an den Energieanbieter gezahlt oder über den Vermieter abgerechnet werden. Ebenso müssen alle Wärmeenergieträger (Fernwärme, Pellets, Gas, Heizöl, Holz sowie Strombetriebene wie Wärmepumpen) bei den Zuschüssen berücksichtigt werden, denn alle sind von der Teuerung stark betroffen.

Treffsichere Maßnahmen fehlen bislang, die AK Expert:innen haben nun Vorschläge als ersten Schritt und eine Untergrenze an das Land Tirol übermittelt:

  1. Die Einkommensgrenze beim Heizkostenzuschuss soll auf jene des Energiekostenzuschusses des Landes angehoben werden.
  2. Beide Zuschüsse sollen nicht pauschal 250 Euro betragen, sondern soll dies das Minimum für die Höhe des Zuschusses sein. Künftig sollen 50 % der jährlichen Preiserhöhung der Strom- und Heizpreise abgedeckt werden.
  3. Die TIWAG soll in Zeiten der Krise bei ihren geplanten Erhöhungen im Gas- und Strombereich im Juni bzw. Juli 2023 ihrem Auftrag als Landesenergieversorger nachkommen. Sie soll nicht als gewöhnlicher Marktteilnehmer und gewinnorientierte Aktiengesellschaft agieren und sich bei den Preisanpassungen nicht nur an den Marktpreisen orientieren.
  4. Die TIWAG soll die mit den gemeinnützigen Wohnbauträgern geschlossenen Gaslieferverträge für das erste Krisen-Halbjahr 2023 überdenken und einen Preisnachlass im Sinne der betroffenen Mieter:innen erwägen.

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