AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol/Friedle
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28.7.2022

Ende der Corona-Quarantäne: Bei Dienstverhinderung krankmelden!

Die Bundesregierung hat die Aufhebung der Quarantäne-Regel für symptomfrei COVID-positiv Getestete ab August verkündet. Verkehrsbeschränkungen und FFP2-Maskenpflicht sollen die Ansteckung verhindern. Für positiv Getestete, die sich krank fühlen, gilt ab Montag: Umgehend beim Arbeitgeber krankmelden, Absonderungsbescheide werden nicht mehr versandt.

Die AK Arbeitsrecht-Expert:innen weisen im Zuge der neuen Regelung für COVID-positiv Getestete ausdrücklich darauf hin, dass ein positiver COVID-Test allein ab kommendem Montag, 1. August, kein Dienstverhinderungsgrund mehr sein wird. Vielmehr müssen sich all jene, die sich durch die COVID-Infektion krank fühlen, beim Dienstgeber krankmelden.

„Wir wollen Unklarheiten und Probleme für die Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vermeiden. Das Ende der Corona-Quarantäne bedeutet, dass man sich aktiv beim Arbeitgeber krankmelden muss, wenn man positiv getestet wurde und sich krank fühlt. Daraus resultiert der Dienstverhinderungsgrund“, erklärt Georg Humer, der Leiter der Abteilung Arbeitsrecht der Arbeiterkammer Tirol.

Offen gesagt

"Die Aufhebung der Quarantäne-Regel für positiv Getestet bedeutet nicht, dass man arbeiten muss, wenn man sich krank fühlt. Allerdings muss man sich krankmelden und das hat es bei einer COVID-Infektion bisher so noch nicht gegeben."

Erwin Zangerl,
AK Präsident

Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist die Vorgangsweise somit klar. Klar ist für die Expert:innen freilich auch, dass mit dem Aus für die Quarantäne-Regel die Probleme und damit auch die Verantwortung vom Staat übergewälzt werden auf

  • die Arbeitnehmer:innen, die sich nun krank melden müssen,
  • die Betriebe, die die Entgeltfortzahlungen im Krankenstand leisten müssen, und
  • die krankschreibenden Ärzte, die auch nicht feststellbare Symptome (z. B. Kopfschmerzen) beurteilen sollen.

AK Präsident Erwin Zangerl fordert einmal mehr klare Regeln für Arbeitnehmer:innen: „Die Aufhebung der Quarantäne-Regel für positiv Getestete bedeutet nicht, dass man arbeiten muss, wenn man sich krank fühlt. Allerdings muss man sich krankmelden und das hat es bei einer COVID-Infektion bisher so noch nicht gegeben.“

Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aufgrund der neuen Regelungen Fragen oder Probleme haben, können sich an die AK wenden. Die Berater:innen der Hotline Arbeitsrecht stehen unter 0800/225522-1414 von Mo bis Do von 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr zur Verfügung.

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Offen gesagt

"Die Aufhebung der Quarantäne-Regel für positiv Getestet bedeutet nicht, dass man arbeiten muss, wenn man sich krank fühlt. Allerdings muss man sich krankmelden und das hat es bei einer COVID-Infektion bisher so noch nicht gegeben."

Erwin Zangerl,
AK Präsident