31.7.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Nach Buwog-Verkauf werden von Mietern mehrere tausend Euro Nachzahlung gefordert. AK Tirol hilft Betroffenen!

In den vergangenen Tagen erhielten zahlreiche Mieter ehemaliger Buwog-Wohnungen unangenehme Post Ihres Verwalters. In den Schreiben werden die Mieter zu Zahlungen von bis zu mehreren tausend Euro aufgefordert. Noch im Dezember des Vorjahres beteuerte die neue Vermieterin JP Tirol GmbH & Co KG, dass sich für die Mieter durch die Übernahme der etwa 1.150 Tiroler Buwog-Wohnungen nichts ändern wird. Insbesondere wurde versichert, dass sich die Mieten nicht erhöhen werden.

Im Auftrag der Vermieterin fordert nun der Verwalter, die IGL Immobilienbüro Ing. Lugger GmbH, die Bezahlung eines höheren Nutzungsentgeltes ab 1. August 2017. Gleichzeitig werden die betroffenen Mieter zur Bezahlung der Differenz zwischen der bisher bezahlten Miete und dem jeweils geltenden gesetzlichen Höchstmietzins rückwirkend für die drei vergangenen Jahre aufgefordert. Im Einzelfall betragen die geforderten Nachzahlungen bis zu mehrere tausend Euro.

Für AK Präsident Zangerl ein Skandal: „Es wird versucht, die bestehende Verunsicherung unter den Mietern auszunutzen und wirtschaftlicher Druck auf langjährige Mieter, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, ausgeübt. Das Immobilienkonsortium Jargonnant Partners, das hinter ihrer Tiroler Niederlassung steht, ist offenbar darauf angewiesen, auf dem Rücken der Mieter schnelle Kasse zu machen. Ich fordere einen Untersuchungsausschuss des Landtags zum Verkauf der Buwog-Wohnungen!“

Für die Arbeiterkammer Tirol ist die generelle rückwirkende Geltendmachung des Differenzbetrags in dieser Form zweifelhaft. Jedenfalls ist die in den Schreiben enthaltende Nachforderung von Beträgen für jene Zeiträume, in denen die BUWOG noch Vermieterin gewesen ist, aus Sicht der Arbeiterkammer Tirol unzulässig.

Die Arbeiterkammer Tirol rät betroffenen Mietern, der rückwirkenden Geltendmachung jedenfalls schriftlich zu widersprechen und Zahlungen ausschließlich unter Vorbehalt der Rückforderung zu tätigen. Dies gilt insbesondere für Zahlungen betreffend die Mietvorschreibung ab August 2017. Die Arbeiterkammer Tirol bietet betroffenen Mietern an, sich kostenlos bei den Wohn- und Mietrechtsexperten der AK Tirol beraten lassen: Tel 0800/22 55 22 -1717 bzw. wohnen@ak-tirol.com

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK