16.8.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

AK Zangerl: Land soll erklären, warum Tiroler Buwog-Wohnungen nicht selbst gekauft wurden

„Beim Verkauf der Buwog-Wohnungen hat das Land die einmalige Chance leichtfertig verpasst, wertvolles Familiensilber wieder nach Tirol zu holen“, stellt AK Präsident Erwin Zangerl fest. „Wir sind der Meinung, das Land hätte die 1.150 Tiroler Buwog-Wohnungen kaufen müssen. Dies angesichts von explodierenden Wohnkosten und akuter Wohnungsnot im Großraum Innsbruck. Das wäre der richtige Ansatz für den Start einer Wohnungsoffensive gewesen. Statt Enqueten abzuhalten, hätte das Land mit einem Schlag langfristig günstigen Wohnraum für die Tiroler Bevölkerung erwerben können.“

„Der Verkauf von 1.150 Buwog-Wohnungen an einen ausländischen Investor ist ein trauriges Zeichen dafür, wie wenig durchdacht und wie unkoordiniert die Wohnungspolitik in Tirol abläuft. Hier hätte sich eine einmalige Chance für das Land eröffnet, diese Anteile zu erwerben und sich den Einfluss auf 1.150 Wohnungen zu sichern“, so der AK Präsident. „Angeblich haben sich Stadt Innsbruck und Neue Heimat sehr darum bemüht, diese Wohnungen zu übernehmen. Schlussendlich scheiterte das Angebot. Wir wollen wissen, warum das Land nicht mehr unternommen hat, um dieses Familiensilber in Tirol zu halten. Etwa, wenn mehrere Gemeinnützige Wohnbauträger - auf die ja das Land wesentlich Einfluss hat - gemeinsam mitgeboten hätten.

Wir haben immer davor gewarnt, dass die Investoren ihren Gewinn auf Kosten der Mieter maximieren wollen. Die jüngsten Entwicklungen geben unserer Prognose leider recht.“

Zangerl: „Die Parteien im Tiroler Landtag könnten in dieser Frage jetzt aktiv werden und einen Untersuchungsausschuss beschließen, warum das Land diese Chance nicht ergriffen hat. Denn aus sozialen Erwägungen hat der Fonds diesen Buwog-Deal sicher nicht getätigt haben, sondern eher, um Gewinn zu lukrieren. Hier hat man zugeschaut, wie ausländische Investoren in Tirol wertvolles Wohnungseigentum wegkaufen, statt sich ernsthaft um einen Ankauf zu bemühen. Diese Wohnungen wurden mit unseren Steuergeldern errichtet.“

Zangerl: „Spätestens mit dem Verkauf muss es für jedermann augenscheinlich sein, dass auch der Großraum Innsbruck zu einer Spielwiese für Immobilienspekulanten verkommen ist. Die kontinuierlich steigenden Wohnungspreise, verbunden mit dem begrenzten Angebot an verfügbarem Baugrund, stellen geradezu eine Einladung für Immobilieninvestoren dar. Sie erzielen zu Lasten der Tiroler Bevölkerung sicherere und höhere Renditen als bei anderen Anlageformen. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass außer in Sonntagsreden und trotz vieler politischer Versprechen keine Besserung der prekären Situation am Tiroler Wohnungsmarkt in Sicht ist.“

 

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK