AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol/Berger
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Erfolgsgeschichte AK – Präsident Zangerl mahnt: „Die Leistungen, die für die Beschäftigten erzielt wurden, dürfen nicht in Frage gestellt werden!“


AK Tirol feiert konstituierende Vollversammlung vor genau 100 Jahren


Seit einhundert Jahren setzt sich die Arbeiterkammer Tirol für die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Die Erfolgsgeschichte ist jedoch von Verboten und Anfeindungen überschattet. Denn bis heute wird immer wieder versucht, die Arbeiterkammern zu schwächen und die Rechte Beschäftigten zu beschneiden.

Als die Arbeiterkammern im Jahr 1920 gegründet wurden, konnte niemand ahnen, wie sehr diese Schutzhäuser das Leben von Millionen Beschäftigten zum Positiven ändern würden. Tirol nahm in dieser Beziehung eine Vorreiterrolle ein: Nachdem das Arbeiterkammergesetz am 26. Februar 1920 verabschiedet worden war, kam es im April 1921 zu den ersten Kammerwahlen in Tirol. Im Mai 1921 nahm die AK Tirol schließlich ihre Tätigkeit auf – damals noch in Räumlichkeiten der Innsbrucker Hofburg – am 16. Juni 1921 folgte die konstituierende Vollversammlung unter dem damaligen Präsidenten Wilhelm Scheibein.

Bereits in der ersten Funktionsperiode lag der Fokus auf der Betreuung der Mitglieder und es wurden Amtsstellen in Kufstein, Kitzbühel und Landeck errichtet. Nach der Eröffnung des  „AK Schutzhauses“ in der Innsbrucker Maximilianstraße 1932 wurde der Einsatz der Arbeiterkammer für die Arbeitnehmer jäh gestoppt: Die Jahre 1933/34 bringen das Ende für die Kammern. Im autoritären Ständestaat werden sie vollständig ausgeschaltet. 1938, nach der Besetzung Österreichs durch Nazi-Deutschland, werden Arbeiterkammern und Gewerkschaftsbund völlig aufgelöst. Erst nach Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft im Jahr 1945 wird die Wiedererrichtung ermöglicht.

Mit voller Kraft

Josef Wilberger, erster Präsident der AK Tirol in der 2. Republik, gab 1945 die Devise für die kommenden Jahrzehnte aus: „Das notwendige, das brennende Problem ist der Wiederaufbau der Wirtschaft und dabei steht für uns die Erhaltung der menschlichen Arbeitskraft an erster Stelle.“

Die AK ist mittlerweile in allen Bereichen vertreten und hilft in allen Fragen von der Geburt bis zum Ruhestand. Allzu oft werden auch die Leistungen vergessen, die in diesen 100 Jahren erzielt wurden, und trotzdem werden die Arbeiterkammern in regelmäßigen Abständen offen in Frage gestellt. „Der Schutz der Beschäftigten, das Arbeitsrecht, das Sozialrecht und der Konsumentenschutz wurden auf Basis unzähliger Vorschläge und Initiativen der AK ausgebaut. Und die österreichische Form der Wirtschafts- und Sozialpartnerschaft hat wesentlichen Anteil daran, dass Österreich zu den wirtschaftlich erfolgreichsten und friedlichsten Ländern der Erde gehört. Wer all das aufs Spiel setzt und die Arbeitnehmer einem freien Markt ausliefert, handelt fahrlässig“, so AK Präsident Erwin Zangerl.

Die Arbeiterkammern sind ein wichtiger Faktor, wenn es um Stabilität und Gerechtigkeit geht und um den Neustart nach der Corona-Krise. Zangerl: „Auf eines werden wir mit Sicherheit achten: Es darf zu keiner Spaltung unserer Gesellschaft und zu keinem Rückbau unseres Sozialstaates kommen. Denn unser aller Wohlstand beruht auf Toleranz, auf Solidarität, dem fairen sozialen Ausgleich und der gegenseitigen Wertschätzung. Diese demokratischen Werte gilt es zu sichern. Dafür steht die AK, auch in den kommenden 100 Jahren.“



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