23.4.2018

AK Zangerl: Türkise Tiroler Nationalräte gehen in Wien in die Knie und fallen Arbeitnehmer-Familien in den Rücken

„Die Botschaft höre ich wohl, allein es fehlt den Arbeitnehmer-Familien der Glaube“, kommentiert AK Präsident Erwin Zangerl die offensichtlich von der Wiener Parteizentrale bestellten Aussagen der türkisen Tiroler Nationalräte. „Es überrascht, dass sich jetzt sogar einige Abgeordnete zu Wort melden, die bisher nur durch Schweigen aufgefallen sind.“

„Wenn keine Leistung entfallen soll, und kein einziger Arbeitsplatz im Bereich der AUVA verloren gehen soll, dann stellt sich die Frage, wo soll die AUVA 500 Millionen Euro einsparen? Wie lange geht diese planlose Ankündigungspolitik der Sozialministerin noch weiter?“, fragt Zangerl. „Nicht die AK oder der ÖGB verunsichern, es ist die Regierung mit der Sozialministerin, die mit Ankündigungen und Einsparungsdrohungen in die Öffentlichkeit gegangen ist! Solange nicht von den Plänen zur Senkung der der AUVA-Beiträge abgegangen wird, ist solch bestellten Beschwichtigungsversuchen wenig zu glauben.“

Der AK Präsident stellt neuerlich fest: „Was Türkis-Blau mit der angeblichen Lohnnebenkosten-Senkung auslöst, ist irreparabel und trifft die Arbeitnehmer und die kleinen Unternehmer gleichermaßen. Diese Regierung ist ein paar Großindustriellen im Wort und will ein gut funktionierendes Kranken- und Unfall-System zerschlagen, das seinesgleichen sucht. Und die Arbeitgeber müssen dann erklären, dass wegen ein paar Euro Ersparnis, mit der sich die Regierung brüstet, ihre Mitarbeiter und ihre Angehörigen nicht mehr geschützt sind.“

Zangerl: „Denn eines ist klar: Sparen im System, heißt sparen auf Kosten der Menschen! Jeder Einzelne ist das System. Auch wenn die Regierung und jetzt auch die türkisen Tiroler Nationalräte den Menschen Sand in die Augen streuen und Dinge vernebeln will – Tatsache bleibt: Dort, wo die Regierung den Rotstift ansetzt, werden andere die Kosten dafür zu tragen haben. Und in diesem Fall sind das die Arbeitnehmer-Familien und die kleinen und mittleren Betriebe in unserem Land. Oder aber das Land und die Gemeinden, die für den Erhalt dieser Einrichtungen einspringen müssen.“