28.3.2018

AK Zangerl: Kein Verständnis für gescheiterte Gehalts-Verhandlungen im Bankensektor

Nach vier Runden sind die Verhandlungen um den neuen Banken-Kollektivvertrag und die jährliche Lohnerhöhung ergebnislos verlaufen. Betroffen von diesem Verhandlungsabbruch sind 74.000 Beschäftigte, die in der österreichischen Kreditwirtschaft arbeiten. Fraglich ist, ob sie weiterhin einen Kollektivvertrag haben und ihre Löhne dieses Jahr erhöht werden. AK Präsident Erwin Zangerl hat kein Verständnis für diesen Abbruch: „Denn von den enormen Gewinnen der Banken sollen auch die Beschäftigten spürbar profitieren. Das haben sie sich verdient!“

Zangerl: „Es ist nicht verständlich, wie man die Arbeitnehmer jetzt vor Ostern so im Regen stehen lässt. Die Voraussetzungen für einen anständigen Abschluss stehen so gut wie schon lange nicht. Österreichs Banken haben mit einem historisch hohen Gewinn von knapp fünf Milliarden Euro das Geschäftsjahr 2017 beendet. Auch für das laufende Jahr 2018 stehen die Zeichen auf Wachstum – und das nicht nur in Österreich, sondern auch in den für den Finanzsektor so wichtigen Ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas. Und dieser Erfolg ist maßgeblich auf den hohen Einsatz der Beschäftigten zurückzuführen. Umso mehr sollten die Gewinne der Banken auch den Mitarbeitern zugutekommen, nicht nur den Aktionären.“

Der AK Präsident stellt weiters klar: „Die Haltung der Arbeitgeber ist zutiefst unfair, denn immerhin waren vor allem die Beschäftigten dafür verantwortlich, dass die Bankenkrise so gut bewältigt werden konnte. Parallel dazu werden Filialen geschlossen, Mitarbeiter abgebaut und das Automatengeschäft immer stärker ausgebaut. Das passt natürlich einmal mehr in das immer rauere Klima am Arbeitsmarkt, das ein vernünftiges Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmern immer öfter vermissen lässt.“