Seniorin mit Kreditkarte und Smartphone © motortion/stock.adobe.com
© motortion/stock.adobe.com
19.8.2020

AK geht gegen Altersdiskriminierung vor: Betroffene bitte melden!

Seit langem beschweren sich Seniorinnen und Senioren über diskriminierendes Verhalten von Banken. So weigern sich diese oft,
an Personen ab 70 Jahren Kreditkarten auszugeben oder einen Überziehungsrahmen zu gewähren, wie jüngste Fälle wieder zeigen.
Die AK Tirol ruft deshalb Betroffene auf, sich in der Konsumentenschutzabteilung unter 0800/22 55 22 – 1818 zu melden.

73 Jahre alt, aktiv und trotzdem gibt’s ab 70 keine Kreditkarte mehr: ein großes Problem für Betroffene, die voll im Leben stehen und auch gerne am – modernen – Leben teilhaben möchten. Für manch Bankinstitut ist dies allerdings kein Grund, älteren Personen eine Kreditkarte auszustellen. Ebenso kommt es immer häufiger vor, dass der Überziehungsrahmen des Kontos überhaupt auf null gestellt oder eine Bürgschaft für den (meist ohnehin niedrigen) Überziehungsrahmen verlangt wird.

„Es sieht so aus, als wäre man als Bankkunde nicht mehr erwünscht, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist. Und das, obwohl man jahrzehntelang gearbeitet und oft auch jahrzehntelang die gleiche Hausbank hatte, die von den Kundinnen und Kunden profitierte“, ärgert sich AK Präsident Erwin Zangerl. Auch er vermutet, dass hinter diesem Vorgehen System steckt. „Wir fordern deshalb Betroffene auf, sich bei uns zu melden, damit wir gegen diese Unsitte vorgehen können. Je mehr Fälle bekannt werden, umso sicherer lässt sich das Muster dahinter nachweisen“, so Zangerl. „Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geldinstitute ausgezeichnete Arbeit leisten, stehen die Manager bzw. Vorstände einmal mehr nicht auf der Seite der Kundinnen bzw. Kunden. Auch die Mitarbeiter werden so zu Leidtragenden dieser diskriminierenden Praktiken“, stellt der AK Präsident klar.

Alle Fälle werden von den Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützern der AK Tirol gesammelt, geprüft und in weiterer Folge wird interveniert. Melden können sich Betroffene unter 0800/22 55 22 – 1818.

Kontakt

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: presse@ak-tirol.com

Telefon: +43 800 22 55 22 1300
(Kostenlose Hotline )

Fax: +43 512 5340 1290