Schülerin mit Büchern © Igor Mojzes/stock.adobe.com
© Igor Mojzes/stock.adobe.com
11.11.2019

AK fordert: Schulbeihilfe erhöhen und besser an Bedürftigkeit anpassen!

Seit 2007 wurde die Schulbeihilfe nicht mehr erhöht. Damit wird auch der Kreis der Beziehenden immer kleiner, da die Einkommensgrenzen der Eltern nicht angepasst wurden. Vielen Familien fehlt diese wichtige Unterstützung, zumal der Besuch einer weiterführenden Schule immer kostenintensiver wird. Die AK fordert deshalb eine Erhöhung und bessere Anpassung der Schulbeihilfe an die soziale Bedürftigkeit unter Berücksichtigung der jährlichen Valorisierung sowie die Einführung der Schulbeihilfe ab der 9. Schulstufe. 

Obwohl sich Österreich gerne als Bildungsland präsentiert, sieht die Praxis anders aus: Für immer mehr Familien ist die Ausbildung ihrer Kinder an einer weiterführenden Schule kaum noch leistbar, gerade in Tirol mit seinen hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten. Denn beim Besuch höherer Schulformen steigen die Ausgaben (Laptop, Exkursionen etc.), außerdem werden die Einkommen instabiler, u. a. durch anhaltende Arbeitslosigkeit oder Niedrigentlohnung in diversen Dienstleistungssektoren bzw. atypische Beschäftigungsformen.

Damit einkommensschwache Familien von der staatlichen Schulbeihilfe eine Unterstützung erfahren, ist es notwendig, die Schulbeihilfe anzuheben und die Grenzen an die soziale Bedürftigkeit anzupassen. Zudem soll die Schulbeihilfe durch eine jährliche Valorisierung wertgesichert bleiben. 

Da gerade zu Beginn einer weiterführenden Schule in der 9. Schulstufe hohe Schulkosten anfallen, wäre die Schulbeihilfe bereits hier notwendig. Derzeit gibt es zwar in der 9. Schulstufe eine Heimbeihilfe, die Schulbeihilfe wird aber erst ab der 10. Schulstufe wirksam. 

Die AK fordert deshalb:

  • Die Erhöhung der Schulbeihilfe basierend auf der zuletzt erfolgten Indexanpassung, kumuliert mind. 20 % und jährliche Valorisierung,
  • die Anpassung der Grenzen an die soziale Bedürftigkeit durch die Anhebung der Frei- und Absetzbeträge sowie der Beihilfengrundbeträge unter Berücksichtigung der jährlichen Inflations- und Lohnentwicklung
  • sowie die Einführung der staatlichen Schulbeihilfe ab der 9. Schulstufe.

Kontakt

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: presse@ak-tirol.com

Telefon: +43 800 22 55 22 1300
(Kostenlose Hotline )

Fax: +43 512 5340 1290