22.8.2017
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AK Zangerl: Arbeitnehmer sind kein Spielball in Vorwahlzeiten!

„Wer die automatische Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer in Frage stellt, will in Wahrheit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schwächen“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl zu Vorschlägen der FPÖ, die automatische Mitgliedschaft abzuschaffen und die Kammerbeiträge zu halbieren.

Zangerl: „Als Vizepräsident der Bundesarbeitskammer und Fraktionsvorsitzender der AAB-FCG-Fraktion stelle ich ganz klar fest, dass eine Regierungszusammenarbeit nach den Wahlen unter diesen Voraussetzungen nicht möglich sein kann. Verantwortungsvolle Politik im Sinne der Beschäftigten sieht anders aus, als das, was FPÖ und Neos derzeit aus rein populistischen und parteitaktischen Motiven aufführen. Wer ernsthaft für die Interessen der Arbeitnehmer ist, kann nicht gegen die Arbeiterkammer sein. Die Beschäftigten haben es sich nicht verdient, zum Spielball einzelner Gruppen in Vorwahlzeiten zu werden.“

Zwei Millionen Mal im Jahr werden die AK Mitglieder in den Arbeiterkammern beraten. Insgesamt erzielten die Kammern im Jahr 2016 über 532 Millionen Euro für ihre Mitglieder, mehr als die AK Mitglieder an Beiträgen zahlen. Der durchschnittliche AK-Mitgliedsbeitrag beträgt genau 6,99 Euro netto im Monat. Diese solidarischen Mitgliedsbeiträge werden gebraucht, um die Leistungen der AK in der Beratung, im Arbeitsrecht, im Sozialrecht, im Rechtsschutz, bei Firmeninsolvenzen und im Konsumentenschutz zu finanzieren.“

„Die automatische Mitgliedschaft in den Kammern sichert aber auch die hohe Kollektivvertragsabdeckung von nahezu 98 Prozent. Das bringt für Millionen Beschäftigte in Österreich faire Bezahlung und kollektivvertraglich abgesicherte Rechte. Wer die automatische Mitgliedschaft angreift, rüttelt an der Sozialpartnerschaft, einem nach wie vor gut funktionierenden Lohn- und Sozialsystem, um das uns Europa beneidet. Wer für die Arbeitnehmer ist, kann nicht gegen die Arbeiterkammer sein. Wer um Wahlen zu gewinnen diese solidarische Schutzgemeinschaft für die Beschäftigten angreift, setzt ein hohes Gut aufs Spiel, das die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schätzen wissen“, so Zangerl. „Das ist sicherlich keine verantwortungsvolle Politik im Sinne der Beschäftigten.“

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