AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol/Friedle
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8.6.2020

Präsident Zangerl begrüßt Bewegung bei Diskussion um Arbeitslosengeld!

Was die AK Tirol bereits im April angesichts der Corona-Krise forderte, könnte auf Bundesebene nun übernommen werden: In die Debatte um die überfällige Anhebung des Arbeitslosengeldes ist am Wochenende nämlich Bewegung gekommen. „Angesichts der Arbeitslosenzahlen auch höchste Zeit. Die Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Nettolohns ist überfällig und absolut notwendig“, so AK Präsident Erwin Zangerl.  

Dass die Regierungsparteien nun offenbar erkannt haben, wie notwendig die Anhebung des Arbeitslosengeldes ist, wertet AK Präsident Erwin Zangerl als positives Zeichen. „Wir haben bereits zu Beginn der Corona-Maßnahmen davor gewarnt, dass 55 Prozent Nettoersatzrate für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfach zu wenig sind“, so Zangerl. Noch dazu in einem Hochpreisland wie Tirol. „Wer von Arbeitslosigkeit betroffen ist, hat weiterhin seine Lebenshaltungs- und Fixkosten. Wenn nicht rasch gehandelt wird drängen wir, auch angesichts der horrenden Mietpreise, zahlreiche fleißige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Armut, also bitte jetzt rasch entscheiden“, fordert Zangerl.

Die Zeit für eine Reform drängt, denn durch Corona wurden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unverschuldet arbeitslos. „Auch wenn die mögliche Anhebung zu begrüßen ist, ist der internationale Vergleich doch beschämend“, sagt Zangerl.  Österreich liegt mit 55 Prozent (ohne Ergänzungsbetrag und Familienzuschlag) nämlich im Vergleich unter dem OECD-Schnitt von 63 Prozent und hat damit eine der niedrigsten Nettoersatzraten. „Möglicherweise hat man nun erkannt, dass auch der Wirtschaft nicht geholfen ist, wenn nicht konsumiert werden kann, weil das Geld fehlt. Die Corona-Krise mag zwar medizinisch derzeit in Österreich überschaubar sein, wirtschaftlich ist sie das aber für tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht. Die Sorgen sind groß, viele wissen nicht, wie es in den nächsten Monaten existenziell weitergehen soll“, so Zangerl.

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