AK Präsident Erwin Zangerl bei seinem Bericht in der 181. Vollversammlung. © AK Tirol/Hetfleisch
AK Präsident Erwin Zangerl bei der 181. Vollversammlung © AK Tirol/Hetfleisch

AK Präsident Zangerl: „Können Krisen nur gemeinsam überwinden!“

„Wir befinden uns derzeit in einer Spirale aus Krisen, die sich vor allem massiv auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirkt“, hält AK Präsident Erwin Zangerl anlässlich der 181. Vollversammlung der AK Tirol fest. Egal ob Corona-Krise, Klima-Krise, Pflege-Krise oder die sich weiter verschärfende Polit-Krise – der Krisenmodus hat Österreich fest im Griff. „Dies ist gleichzeitig aber auch Auftrag an die Sozialpartner, Zusammenhalt zu beweisen und darauf hinzuweisen, dass wir nur gemeinsam die Probleme lösen können, die uns leider auch im kommenden Jahr beschäftigen werden. Dazu braucht es jedoch einen offenen und ehrlichen Umgang zwischen den Entscheidungsträgern sowie eine rasche Aufarbeitung der politischen Vorgänge der letzten fünf Jahre“, so der AK Präsident.   

„Wenn wir die gesamte Krisenlast den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umhängen, werden wir Österreich in eine Sackgasse führen“

AK Präsident Erwin Zangerl

Von Pflege bis Politik: AK Vollversammlung im Zeichen der Krisenbewältigung

„Wenn wir die gesamte Krisenlast den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umhängen, werden wir Österreich in eine Sackgasse führen“, stellt AK Präsident Erwin Zangerl in seiner Rede anlässlich der 181. Vollversammlung der AK Tirol klar. Auch wenn die Corona-Krise als Auslöser für den momentanen Krisenmodus gelten mag, sind viele der Probleme, die im Zuge von Corona deutlich wurden, hausgemacht. Darunter fallen etwa die Situation in der Pflege und im Tourismus sowie die permanente Erhöhung der Steuerlast. Nun läuft im Zuge der Rohstoff- und Produktverknappung eine Teuerungswelle, die Inflation wird angeheizt.

„Gerade in so einer Situation hätte ich mir eine echte Steuerentlastung erhofft, nicht eine halbherzige und teilweise undurchsichtige“, hält Zangerl fest und verweist auf das erneute Nicht-Abschaffen der Kalten Progression. „Die CO2-Steuer bringt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern keine wirklichen Vorteile, denn diese werden bis spätestens 2026 von der Kalten Progression aufgefressen sein“, so Zangerl. Im Gegenteil: Die Steuer in dieser Form würde nur die Inflation weiter verschärfen und die Kosten bei Wohnen, Heizen oder bei der Mobilität weiter nach oben treiben. Noch dazu schlägt bei höherer Inflationsrate die Kalte Progression voll durch und beschert dem Staat Milliardeneinnahmen. 

„Ja, wir müssen vorausschauend planen, aber immer mit Blick auf die Menschen, von denen der Großteil mittlerweile darum kämpft, seine Lebenshaltungskosten bestreiten zu können. Auf sie müssen wir achten und dafür sorgen, dass sie sich das Leben leisten und sich eine Existenz aufbauen können.

Entlastung ist deshalb das Schlüsselwort, so Zangerl, nicht ständige Belastung im Umgang mit den Krisen. Als belastet sieht der AK Präsident nicht nur das Weltklima, sondern auch das politische Klima in Österreich. Dies müsse schnellstens in Ordnung gebracht werden, ansonsten würde die ohnehin schon sichtbare Spaltung der Gesellschaft noch weiter vorangetrieben werden. Zangerl plädiert daher für einen neuen Stil, bei dem die Menschen im Vordergrund stehen und nicht politische Interessen. „Wenn es uns nicht bald gelingt, eine Krise nach der anderen in den Griff zu bekommen, werden sich die Folgen dieser Krisen verselbständigen und unabsehbare Folgen für Österreich haben. Das kann niemand wollen. Deshalb plädiere ich noch einmal für ein gemeinsames Vorgehen im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher und das Ende von taktischen Polit-Spielen, bei denen nur persönliche Interessen im Vordergrund stehen“, so Zangerl abschließend.


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„Wenn wir die gesamte Krisenlast den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umhängen, werden wir Österreich in eine Sackgasse führen“

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