24.7.2018
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Gesundheitsberufe-Register: 800 Beschäftigte ließen sich bereits von der AK Tirol registrieren

800 Tirolerinnen und Tiroler nutzten die ersten Juli-Wochen und ließen sich von der AK Tirol im Gesundheitsberufe-Register registrieren. Österreichweit müssen bis Ende Juni 2019 rund 120.000 Menschen in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie jährlich rund 10.000 Absolventen erfasst werden. Die AK wurde von Nationalrat und Bundesrat mit der Registrierung beauftragt.

Seit 1. Juli werden die Beschäftigten in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen sowie der gehobenen medizinisch-technischen Dienste mit ihren Qualifikationen im neuen Gesundheitsberufe-Register erfasst. Und schon nach den ersten Wochen können die Mitarbeiter der AK Tirol nicht nur von einer starken Nachfrage berichten, sondern auch von einer durchwegs positiven Einstellung zur Registrierung. Mit dem neuen Berufsausweis, den die Beschäftigten im Zuge der Registrierung erhalten, erwarten sie sich auch eine höhere Wertschätzung ihrer Arbeit.

„Der Berufsausweis macht die Qualifikationen der Berufsangehörigen endlich sichtbar, zusätzlich erleichtert er den Arbeitgeberwechsel und sorgt für mehr Patientensicherheit“, erklärt AK Präsident Erwin Zangerl.

800 Anträge in Tirol, rund 10.000 österreichweit

Allein in Tirol gingen seit 25. Juni rund 800 Anträge ein: Entweder in einer der Anlaufstellen, die die AK Tirol für die Registrierung im BFI Innsbruck und in den AK Bezirkskammern eingerichtet hat, direkt vor Ort in den Betrieben, in der SOB-Schule und in Wohnheimen oder aber online. Bundesweit liegt die AK Tirol bei den Online-Anträgen sogar an 3. Stelle.
220 Anträge sind abgewickelt und die Berufsausweise bereits verschickt, 250 Bewerber erhalten ihre Ausweise in Kürze. Bei 110 Anträgen sind noch Ergänzungen nötig, 220 weitere Anträge werden derzeit bearbeitet.

Österreichweit wurden in den ersten drei Wochen rund 10.000 Anträge eingebracht.

120.000 Beschäftigte

Schätzungen zufolge arbeiten in Österreich rund 120.000 Menschen in den betroffenen Pflege- und Gesundheitsberufen. Jährlich kommen ca 10.000 Absolventen einer einschlägigen Ausbildung dazu. Rund 80 Prozent davon sind Frauen. Sie arbeiten in Krankenhäusern, in der Langzeitpflege und –betreuung, in Reha-Einrichtungen, Arztpraxen oder in der Aus- und Weiterbildung. Allen gemeinsam ist: Sie erbringen täglich Höchstleistungen. Das neue Gesundheitsregister macht diese Leistungen der Beschäftigten sichtbar, sichert Qualität und bringt ihnen mehr Anerkennung.

Qualität sichern

Die Registrierung mit Start 1. Juli 2018 ist Voraussetzung für die Ausübung des jeweiligen Gesundheitsberufs und dient der Qualitätssicherung.
Wird ein Gesundheitsberuf der in Frage kommenden Berufsgruppen ohne Registrierung ausgeübt, kann dies verwaltungsstrafrechtliche Schritte zur Folge haben.

Im Zuge der Registrierung werden absolvierte Aus- und Weiterbildungen erfasst, ebenso erworbene Spezialisierungen. Damit ist der Berufsausweis sowohl für Arbeitgeber als auch für Patienten bzw. Kunden der sichtbare Beweis, dass jemand zur Ausübung des jeweiligen Berufes qualifiziert und berechtigt ist. Das bringt Vertrauen und steigert die Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Die Registrierung ist auch ein Beitrag zur Gesundheitsreform, dient sie doch der besseren Planbarkeit im Gesundheitswesen.

AK entlastet Bund

Nationalrat und Bundesrat haben 2016 ein entsprechendes Gesetz beschlossen und die AK mit der Registrierung der Berufsangehörigen, die AK Mitglieder sind, betraut.

Mit tirolweit 9 Beratungszentren, österreichweit sind es 90, hat die AK die wohnortnahen personellen und räumlichen Strukturen, um die Registrierung rasch, unbürokratisch und effizient durchführen zu können. Die AK mit ihren mehr als drei Millionen Mitgliedern verfügt aber auch über das nötige Know-how in der Verarbeitung von großen Datenmengen und kann höchste Datensicherheit gewährleisten. Damit entlastet die AK den Bund beträchtlich, denn das zuständige Ministerium hätte für die Registrierung erst eine eigene Struktur aufbauen müssen.

Registrierung und Berufsausweis sind kostenlos

Die AK konnte nach langen Verhandlungen mit dem Finanzministerium erreichen, dass die Registrierungsgebühr in der Höhe von rund 90 Euro entfällt. Sie führt die Registrierung für die Mitglieder und Steuerzahler kostenlos durch und stellt darüber hinaus den Mitgliedern auch den Berufsausweis kostenlos zur Verfügung.

Gut zu wissen

Für eine erfolgreiche Antragstellung sind ein ausgefüllter Antrag sowie die erforderlichen Dokumente notwendig. Diese können entweder persönlich (im Betrieb unter bestimmten Voraussetzungen, im BFI Tirol in Innsbruck bzw. in den AK Bezirkskammern) oder online auf gbr.arbeiterkammer.at eingebracht werden. Für die Online-Registrierung ist eine elektronische Signatur notwendig. Die Durchführung der Registrierung wird zwischen der AK Registrierungsbehörde und den Gesundheitseinrichtungen unter Einbeziehung von Betriebsrat bzw. Geschäftsführung oder Personalvertretung vereinbart.

Register für Gesundheitsberufe

Das Register wertet Gesundheitsberufe auf: Nur wer entsprechende Qualifikationen hat, wird aufgenommen. Für PatientInnen bringt das mehr Transparenz.

Angehörige der medizinisch-technischen Dienste MTD

Sie sind am 1. Juli 2018 überwiegend angestellt und AK-Mitglied? Hier finden Sie alle Infos für Ihre Registrierung.

Angehörige der Pflegeberufe

Sie sind am 1. Juli 2018 überwiegend angestellt und AK-Mitglied? Oder steigen nach dem 1. Juli 2018 in den Beruf ein? Hier finden Sie alle Infos.

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