14.3.2018
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Kampf der kalten Progression

Jahr für Jahr frisst die kalte Progression Tirols Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Teil der hart erarbeiteten Lohnsteigerung weg. Aus diesem Grund hat die AK Tirol schon mehrfach die Abschaffung dieser schleichenden Steuererhöhung gefordert und tausende Unterschriften für eine sofortige Abschaffung an die Vorgängerregierung übergeben. Es wurde im Parlament darüber diskutiert und beraten, es gab bereits einen Entschließungsantrag, doch dann hat die Regierung und die Abgeordneten offensichtlich der Mut oder der Wille verlassen. Welch negativen Auswirkungen hat das für uns Steuerzahler? Da es sich um eine faktische Steuererhöhung handelt, die dadurch entsteht, dass Löhne zwar jährlich steigen aber die Steuersätze der Lohnsteuer nicht entsprechend angehoben werden, verlieren die Beschäftigten laufend viel Geld an den Staat. So muss beispielsweise ein Arbeitnehmer mit 2.300 Euro brutto Monatseinkommen innerhalb von fünf Jahren mehr als 1.150 Euro Einkommensverlust verkraften.

Auch die neue Bundesregierung hat die Forderung der AK nach Abschaffung der kalten Progression wieder auf die lange Bank geschoben. Und so sind einmal mehr die Leistungsträger die Draufzahler. Dabei haben die Arbeitnehmer im Jahr 2017 um 1,05 Milliarden Euro mehr an Lohnsteuer gezahlt als im Jahr zuvor, obwohl die Gehaltssteigerungen im Schnitt nicht über der Inflationsrate lagen.

AK Präsident Erwin Zangerl: „Die Regierung zeigt wenig Bereitschaft, die kalte Progression zu beenden. Dabei widersprechen die Fakten mehreren Grundsätzen der Regierung, wonach sich Arbeit wieder lohnen muss, Arbeit entlastet werden muss, und der Staat kein Einnahmen- sondern ein Ausgabenproblem hat. Wenn den Menschen mehr vom erarbeiteten Geld bleibt, wirkt sich das positiv auf die Wirtschaft aus und sichert in der Folge Wohlstand für unsere Familien. Hart verdientes Geld gehört in die Geldtasche der Bürger und darf nicht zum Körberlgeld für den Staat werden. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf, dass ihr Einkommen nicht schleichend geschmälert wird.“

   

Das fordert die AK Tirol

Die schleichende jährliche Steuererhöhung – oder kalte Progression – bringt dem Staat beträchtliche Mehreinnahmen und kostet die Beschäftigten pro Jahr rund 450 Millionen Euro. Die AK verlangt eine rasche  Änderung. Die AK fordert daher den Finanzminister auf, sofort und nicht erst am Sankt Nimmerleinstag eine gesetzliche Regelung zu erlassen, wonach der Steuertarif und die Steuerabsetzbeträge regelmäßig an die Preis- oder Lohnentwicklung angepasst werden. Denn Leistung soll sich lohnen.


Sozialabbau wird es mit uns nicht geben!

„Eine Abschaffung der Notstandshilfe führt zu Armut in der Mitte unserer Gesellschaft“, sagt der AK Präsident und verlangt bessere Strategien.

Tourismus: Regional auch beim Personal!

Statt über die Situation zu jammern, schlägt AK Präsident Erwin Zangerl eine gemeinsame Tiroler Fachkräfte-Initiative für den Tourismus vor.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK