24.1.2018

AK Zangerl: Schluss machen mit der kalten Progression!

Die kalte Progression muss weg. Daran führt laut AK Präsident Erwin Zangerl kein Weg vorbei. Denn die Abschaffung dieser steuerlichen Mehrbelastung steht den Steuerzahlern längst zu. Zangerl: „Alle Tiroler AK Mitglieder haben ein Schreiben erhlaten, in dem wir die Arbeitnehmer über diese ungerechte steuerliche Belastung informieren. Beiliegend ist eine Karte, adressiert an den Finanzminister, mit der jeder Einzelne seiner Forderung nach Abschaffung der kalten Progression Nachdruck verleihen kann.

Steuer durch die Hintertür

Hinter der kalten Progression verbirgt sich nichts anderes als eine versteckte jährliche Steuererhöhung. Sie bringt dem Finanzminister jedes Jahr rund 450 Millionen Euro. Die Erfolge der Steuerreform schwinden so unaufhörlich“, warnt der AK Präsident und fordert die Regierung auf, endlich zu handeln.

Die Abschaffung der automatischen Lohnsteuererhöhung wäre eine nachhaltige und dauerhafte Entlastung. Dann würden von einer Lohnerhöhung wirklich in erster Linie alle Beschäftigten und nicht vor allem der Staat profitieren. Rund 450 Millionen Euro spült die kalte Progression pro Jahr zusätzlich in die Taschen der Regierung. Je länger sie sich mit der Abschaffung Zeit lässt, umso weniger Entlastungswirkung bleibt von der hart erkämpften Steuerreform 2016 über. 

Entlastung: Bitte warten!

Zangerl: „Schon seit Beginn 2016 beraten ÖVP und SPÖ über die Abschaffung der kalten Progression. Leider kann sich die Regierung immer noch nicht dazu durchringen. Für die AK Tirol ist der Automatismus die Lösung. „Nur auf diesem Weg kommt die Entlastung direkt beim Bürger an“, betont der AK Präsident. Die Tiroler AK Vollversammlung hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Beseitigung der kalten Progression verlangt. „Für einen vollständigen Abbau der kalten Progression ist eine kontinuierliche jährliche Anpassung des Steuertarifs und auch der steuerlichen Absetzbeträge erforderlich“, darin ist sich das Tiroler Arbeitnehmerparlament einig. Internationale Beispiele belegen, dass so etwas geht: In der Schweiz passen sich die Tarifstufen bereits jährlich an die Inflation an, in Schweden sogar an die Reallohnentwicklung.

schon gewusst?

Als „kalte Progression“ bezeichnet man die schleichende Erhöhung des Durchschnitts-Steuersatzes, weil die einzelnen Steuer-Tarifstufen in Österreich nicht an die jährliche Inflation angepasst werden. Nur wenn die kalte Progression ausgeschaltet wird, bleibt auf Dauer mehr Netto vom Brutto.

offen gesagt

„Für einen vollständigen Abbau der kalten Progression ist eine kontinuierliche jährliche Anpassung des Steuertarifs und auch der steuerlichen Absetzbeträge erforderlich.“

AK Präsident
Erwin Zangerl