Menschen, die ihre Hände aufeinander legen © Robert Kneschke/stock.adobe.com
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Zusammenhalten, gerade jetzt!

Mit dem Zukunftsprogramm 2019 – 2023 stellt die AK Tirol die Weichen für noch mehr Leistungen. Die Schwerpunkte liegen auf einer Digitalisierungsoffensive für die Mitglieder sowie einem Frauenförderungsprogramm. „Damit sorgen wir dafür, dass die Beschäftigten für die Zukunft gerüstet sind“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl.

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offen gesagt

"Wir reden nicht vom sogenannten „kleinen Mann“, wir vertreten ihn und stehen den Menschen zur Seite!"

Erwin Zangerl,
AK Präsident 

TAZ: Herr Präsident, ist die AK für den immer rascheren Wandel in der Arbeitswelt gerüstet?

Zangerl: Unser Zukunftsprogramm 2019 – 2023 ist die Antwort. Wir begleiten die Tiroler Arbeitnehmerschaft auf dem Weg der beruflichen Veränderung. Mit der Digitalisierungsoffensive fördern wir Projekte, die die Arbeitsbedingungen verbessern, und unterstützen Beschäftigte auf diesem Bildungsweg. Weiters werden das AK Frauenförderungsprogramm verstärkt, die flächendeckende Wohn- und Mietrechtsberatung ausgebaut, die Beratungs-Angebote für Jugendliche erhöht und die Leistungen für unsere ehemaligen Mitglieder, die Pensionisten, im Sozialrecht, Pflegebereich und Konsumentenschutz erweitert. 

TAZ: Wir befinden uns wenige Tage vor Beginn der AK-Wahl. Wie ist die Ausgangslage?

Zangerl: Ab 14. Jänner beginnt­ die Tiroler AK-Wahl. Die AK Mitglieder sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und damit ihre Interessenvertretung zu stärken. Der größte Teil der AK Wahlberechtigten kann bequem per Brief die Stimme abgeben. Diese Wähler sind Briefwähler. Das heißt, sie erhalten zwischen 14. und 18. Jänner die Wahlunterlagen per Post und können dann sofort ihre Stimme abgeben, indem sie die Wahlkarte kostenfrei zurückschicken. Rund 47.000 Wahlberechtigte können im Betrieb wählen. Für diese Gruppe  startet die AK-Wahl ab 28. Jänner. Die dort Eingesprengelten können ihre Stimme an festgelegten Tagen in der Firma abgeben.

TAZ: Was zeichnet die AK aus, warum sollten die Mitglieder an der Wahl teilnehmen?

Zangerl: Wir sind die mit Abstand größte und stärkste gesetzliche Interessenvertretung. Durch den gesetzlichen Beitrag der AK Mitglieder sind wir finanziell in der Lage, unabhängig zu sein. Mit unseren mehr als 360.000 Tiroler Mitgliedern und den österreichweit mehr als 3,7 Millionen AK Mitgliedern sind wir eine starke Kraft, die sich für die Arbeitnehmer einsetzen und Ungerechtigkeiten bekämpfen kann. Wir reden nicht vom sogenannten „kleinen Mann“, wir vertreten ihn und stehen den Menschen zur Seite! Unsere Experten helfen in allen Bereichen des Arbeits- und Privatlebens. Wir wissen, wie es den Menschen am Arbeitsplatz und in der Familie geht, wie hart sie arbeiten müssen und wie schwer es geworden ist, von seiner Arbeit auch leben zu können. Wir kennen die Sorgen der Familien und ihre Probleme mit den heranwachsenden Kindern. Die Hürden für junge Menschen, ins Berufs- und Familienleben oder in die Ausbildung einsteigen zu können, werden immer höher, weil die Arbeitsbedingungen unsicherer geworden sind und Wohnen unerschwinglich teuer ist.

TAZ: Der Arbeiterkammer als gesetzlicher Arbeitnehmer-Vertretung weht ein rauer Wind von Seiten der Bundesregierung entgegen. Gibt es Chancen für einen besseren Dialog?

Zangerl: Leider gibt die Politik immer mehr den Wünschen der globalisierten Industrie und des Groß-Kapitals nach, so bleibt immer weniger für die Arbeitnehmer-Familien übrig. Wir vertreten eine andere Politik: Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Arbeitnehmer-Familien und ein faires Miteinander zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern sichern die Stabilität in unserem Land. Das bedeutet für unsere Arbeitnehmerschaft, dass wir Solidarität und Zusammenhalt stärken wollen statt gesellschaftliche Spaltung zu befeuern, wie das andernorts leider betrieben wird. Die AK steht für Verteilungsgerechtigkeit und für sozialen Ausgleich. Die Politik muss für alle da sein, nicht nur für die Reichen. Das betrifft vor allem Arbeitnehmer-Familien, Familien mit Kindern, Alleinerzieher, chronisch Kranke und Mindestrentner. Unser Einsatz gilt auch dem Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Ich setze auch künftig auf breite Zusammenarbeit aller Fraktionen im Kampf gegen arbeitnehmerfeindliche Maßnahmen, gegen hohe Lebenshaltungskosten, teures Wohnen, die niedrigen Einkommen und die Anliegen der Pendler. Wogegen ich jedoch klar auftreten werde ist, wenn Hetze betrieben wird.