19.5.2015
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Statt Panikmache mehr Transparenz bei Pensionen

„Mit Horrorszenarien wird Stimmung gegen unser Pensionssystem gemacht. Dabei sind die Pensionen der Arbeitnehmer zu 93 % aus Eigenbeiträgen gedeckt“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. Die 167. Vollversammlung der AK Tirol fordert von der Regierung mehr Transparenz bei den gesetzlichen Pensionsausgaben. Denn wenn alle Altersausgaben, also Pensionsversicherung und Beamtenpensionen insgesamt betrachtet werden, sieht man, dass die Staatsausgaben für die Alterssicherung nur leicht steigen werden.

Bestimmte Kreise aus Politik und Wirtschaft malen den drohenden Bankrott unseres Pensionssystems an die Wand, um den Boden für weitere Pensionskürzungen vorzubereiten. Verschwiegen wird jedoch die Tatsache, dass der Staat für das Pensionssystem der Arbeitnehmer den geringsten Beitrag leistet: Mit gerade einmal 7 % bei den reinen Pensionsleistungen.

„Fakt ist: Die Menschen werden immer älter, und die Politik muss das Pensionssystem so gestalten, dass die Menschen in Würde länger leben können. Fakt ist aber auch, dass es kein besseres System gibt als die Stabilität des staatlichen Umlageverfahrens“, betonte AK Präsident Erwin Zangerl anlässlich der 167. AK Vollversammlung. „Unnötige Panikmache ist jedenfalls das Letzte, was wir brauchen. Auch wenn die Bevölkerung altert, sind die erwarteten Kostensteigerungen für die staatlichen Pensionen keineswegs dramatisch. Das bewirken vor allem die vielen bereits durchgeführten Pensionsreformen.“

Unterschiedliche Beitragshöhen bei Bauern und Selbstständigen
Am Prüfstand sieht die AK vor allem die Pensionssysteme der Bauern und Selbstständigen: Während die ASVG-Pensionen der Arbeitnehmer zu rund 93 % aus Eigenbeiträgen gedeckt sind, machen diese bei den Pensionen der Selbstständigen nur etwa 53 % aus, und bei den Bauern überhaupt nur etwa 8 %, u. a. deshalb, weil dort die Beitragssätze niedriger sind. Für die AK Tirol ist klar, dass alle Berufsgruppen gleich viel in die Pensionsversicherung einzahlen sollen. Zudem sollten auch die Pensionsbeiträge der Beamten, für die im Gegensatz zu den übrigen Berufsgruppen keine Höchstbeitragsgrundlage gilt, veröffentlicht und fair argumentiert werden.

Deshalb forderte die Vollversammlung der AK Tirol die Bundesregierung auf, künftig alle gesetzlichen Pensionsausgaben transparent darzulegen. Zangerl: „Dadurch wird nämlich klar, dass es überhaupt keinen Grund zur Panikmache gibt. Wer alle Altersausgaben, also Pensionsversicherung und Beamtenpensionen insgesamt betrachtet, sieht, dass die Staatsausgaben für die Alterssicherung nur leicht steigen werden.“

Damit wird auch deutlich, dass hinter so manchem Horrorszenario in Wahrheit nur beinharte wirtschaftliche Interessen stecken, und Versicherungsunternehmen damit für mehr private Vorsorge werben. „Aber die Finanzkrise hat uns gezeigt, dass private Vorsorge längst nicht so sicher ist und angespartes Pensionskapital sehr rasch seinen Wert verlieren kann. In einem starken staatlichen System sind die Pensionen viel sicherer“, so Zangerl.

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