Krankenschwester hält Hände von Patienten © drubig-foto/stock.adobe.com
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AK Präsident Zangerl: „Beschäftigte und Öffentlichkeit haben ein Recht, ordentlich informiert zu werden!“

Die Kommunikationslinie der Bundesregierung wird nun scheinbar auch in Tirol modern. Ohne Beschäftigte, Betriebsrat oder Gemeindeverantwortliche zu informieren, stellt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg Betroffene und Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen: Das Landeskrankenhaus Natters soll der Sparpolitik zum Opfer fallen. Informationen, wie das vor sich gehen soll oder was geplant ist, gibt es keine. Auch was von der Arbeitsplatzgarantie zu halten ist, ist offen. „Ich hoffe nicht, dass die Art, wie die Bundesregierung kommuniziert, nun auch in Tirol Schule macht. Nur die Einsparungskeule zu schwingen und die Menschen mittels Hüftschuss vor vollendete Tatsachen zu stellen, schürt nicht nur Unsicherheit, sondern ist auch höchst unprofessionell“, kritisiert AK Präsident Erwin Zangerl.

offen gesagt

„Eines muss aber klar sein: Optimieren heißt im Klartext immer Einsparen und nicht etwa die Versorgungssicherheit ausbauen.“

Erwin Zangerl,
AK Präsident

Die Meldung kam überfallsartig und viele erfuhren erst aus den Medien, dass das Landeskrankenhaus Natters den Einsparungsplänen von Landesrat Tilg zum Opfer fallen soll. „Die sogenannte Reformgruppe, die dies beschlossen hat, hat ganze Arbeit geleistet und sich vermutlich nur gegenseitig informiert“, so AK Präsident Erwin Zangerl. Betriebsrat und Mitarbeiter hat man ausgeklammert, auch die Kommunalpolitik wusste nicht Bescheid. „Dabei gäbe es genügend Erklärungsbedarf – das modern gewordenen türkis-blaue Schlagwort der Leistungsoptimierung trifft nun auch das Tiroler Gesundheitswesen“, sagt Zangerl. Jedoch: „Wie sieht es mit dem Zeitpunkt der Schließung aus und der geplanten Übergangszeit? Wie hoch ist das Einsparungspotenzial wirklich und wie hoch sind die Kosten, die durch das geplante Mehrangebot im Landeskrankhaus Hall entstehen? Gibt es überhaupt Pläne für eine sinnvolle Nachnutzung? Und wie sieht es mit den Synergieeffekten zwischen Hall und Innsbruck aus? Kurz und bündig: Wo ist das Konzept?“, will der AK Präsident wissen.

„Wir haben schon bei der Zerschlagung der Sozialversicherungen gesehen, wie hier vorgegangen wird. Hinter verschlossenen Türen wird ein Reformplan aufgestellt, den man den Leuten dann als beschlossen hinwirft. Miteinander zu reden und Lösungen zu suchen, ist mittlerweile scheinbar keine Option mehr. Eines muss aber klar sein: Optimieren heißt im Klartext immer Einsparen und nicht etwa die Versorgungssicherheit ausbauen“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl, der eine Offenlegung aller Details der Reformpläne und eine ordentliche Diskussion darüber fordert. Denn nicht nur in Natters ist man besorgt über die Vorgehensweise, auch in den Spitälern in Innsbruck, Hall, Schwaz, Zams, Kufstein oder St. Johann herrscht Unsicherheit, was die Zukunft bringen wird.

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„Eines muss aber klar sein: Optimieren heißt im Klartext immer Einsparen und nicht etwa die Versorgungssicherheit ausbauen.“

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