2.5.2016
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Kinderbetreuung gerecht finanzieren

Die Kinderbildung und -betreuung wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut. Aber bei den laufenden Kosten werden die Gemeinden allein gelassen. Manche Kommunen scheuen deswegen davor zurück, mehr Plätze für die Kinderbetreuung einzurichten. AK Präsident Zangerl: „Gemeinden, die mehr bei der Kinderbildung und -betreuung bieten, sollen dafür auch belohnt werden.“

Die Arbeiterkammer schlägt daher eine gerechtere Finanzierung der laufenden Kosten vor. Gemeinden, die mehr Plätze schaffen, sollen dafür auch mehr Geld bekommen. Statt die Mittel wie bisher nach Maßgabe der Bevölkerungsanzahl zu verteilen, soll das Geld je nach Leistung an die Körperschaft verteilt werden, die die jeweilige Aufgabe auch wahrnimmt. Die AK fordert, das im Regierungsprogramm vorgesehene Pilotprojekt für den aufgabenorientierten Finanzausgleich im Bereich der Kinderbetreuung als ersten Schritt umzusetzen.

Die AK hat dafür die Studie „Aufgabenorientierter Finanzausgleich am Beispiel der Elementarbildung“ in Auftrag gegeben. Darin werden fünf Modelle berechnet, in denen das Alter der Kinder und Leistungsmerkmale, wie Ganz- und Halbtagsbetreuung, Öffnungszeiten, Schließtage und die soziale Lage der Kinder berücksichtigt wurden. Für die Mittelherkunft wurden drei Versionen berechnet.

Ziele: Eine Neuaufstellung des Finanzausgleichs für einen modernen, sozialen Dienstleistungsstaat. Mehr Plätze für die Kinderbildung und -betreuung. Elementarbildung für jedes Kind als Basis für eine gute Schul- und Berufslaufbahn. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, was insbesondere Frauen zugutekommt. Mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung für jedes Kind und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten durch einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel.

Die AK legt mit der Studie mehrere Modelle vor, wie ein aufgabenorientierter Finanzausgleich für die Elementarbildung möglich ist.

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