15.11.2017

Arbeitnehmer zuerst: Leistung, die Wert hat!

Tirols Arbeitnehmerschaft kann auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen. 325.600 Beschäftigte haben 511 Millionen Arbeitsstunden und 22 Millionen Überstunden geleistet!

Wirtschaftsleistung ist ein oft gebrauchter, aber selten hinterfragter Begriff. Wer erbringt eigentlich diese Leistung? Es sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit ihrer Arbeit, mit ihren Steuern und Sozialabgaben das ganze Werk namens Österreich am Laufen halten. Die Arbeitnehmer sind die Nettozahler in Österreich.

Nachgerechnet

Tatsache ist: Die Arbeitnehmer-Familien sind die Leistungsträger unseres Staates. Von den Löhnen und Gehältern, die sich die Beschäftigten durch ihre Arbeit tagtäglich hart verdienen müssen, und von ihren Beiträgen und Steuern profitieren in unserem Land alle. Dazu kommt, dass die Arbeitnehmer ihr hart Erarbeitetes fast zur Gänze wieder in die heimische Wirtschaft investieren. Bei den Steuereinnahmen des Staates sind die beiden größten Brocken die Lohn- und die Mehrwertsteuer. Die Lohnsteuer wird zur Gänze von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebracht, die Mehrwertsteuer zum Großteil. Die Einnahmen des Staates aus diesen beiden Steuern sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Einnahmen aus den Gewinnsteuern sind dagegen gesunken. Und es gibt Leistungen, die zur Gänze oder zum Großteil von den Arbeitnehmern finanziert, aber von allen Bevölkerungsgruppen in Anspruch genommen werden. Ob Pension, Krankengeld, Wohnbauförderung, Familienbeihilfe oder Kinderbetreuungsgeld – die Arbeitnehmer bekommen nichts geschenkt, sie haben sich alles hart erarbeiten müssen. AK Präsident Erwin Zangerl findet klare Worte: „Die Arbeitnehmer halten die Wirtschaft am Laufen. Sie sind Österreichs Nettozahler. Umso befremdlicher ist es, wenn die Politik die Beschäftigten als Beihilfenempfänger und die Wirtschaft sie zum Kostenfaktor abstempelt.“

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: presse@ak-tirol.com

Telefon: +43 800 22 55 22 1300
(Kostenlose Hotline )

Fax: +43 512 5340 1290

schon gewusst?

Geschätzte 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher leisten wöchentlich rund 15 Millionen Stunden unbezahlt zum Wohl unserer Gesellschaft.

offen gesagt

„Die Arbeitnehmer halten die Wirtschaft am Laufen. Sie sind Österreichs Nettozahler. Umso befremdlicher ist es, wenn die Politik die Beschäftigten als Beihilfenempfänger und die Wirtschaft sie zum Kostenfaktor abstempelt.“

AK Präsident
Erwin Zangerl

Enormer Einsatz

Betrachtet man die Leistungsbilanz, die allein Tirols Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im letzten Jahr vorweisen können, ergeben sich unglaubliche Summen: 325.600 Beschäftigte erbrachten 510,6 Millionen Arbeitsstunden. Inkludiert sind 22,2 Millionen Überstunden von 57.800 Beschäftigte, davon blieben 4,9 Millionen Stunden unbezahlt! Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit betrug bei Vollzeit 41,7 Stunden, bei Teilzeit 20,4 Stunden. Mit diesem Einsatz erwirtschafteten Tirols Beschäftigte insgesamt 10,8 Milliarden Euro brutto. 1,62 Milliarden Euro lieferten sie an Lohnsteuer ab und weitere 1,72 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen.

Jeder Zweite ehrenamtlich 

Neben der enormen Leistung, die die Beschäftigten am Arbeitsplatz erbringen, ist aber auch die ehrenamtliche Tätigkeit für viele Arbeitnehmer eine Selbstverständlichkeit. Geschätzte 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher leisten wöchentlich rund 15 Millionen Stunden unbezahlt zum Wohl unserer Gesellschaft. Ob im Rahmen von Nachbarschaftshilfe, bei Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Sportvereinen und kirchlichen Einrichtungen - den Großteil dieser ehrenamtlichen Tätigkeiten leisten dabei die Arbeitnehmer. Insgesamt beläuft sich die wöchentliche Stundenzahl auf rund acht Millionen, bei der Nachbarschaftshilfe kommen pro Woche rund 7,5 Millionen Stunden zusammen. Das hat eine Ifes-Studie ergeben. 

Arbeitnehmer zuerst!

Egal, wie die künftige Bundesregierung aussehen wird, gibt es für uns eine Grundbedingung zur Zusammenarbeit: Die Arbeitnehmervertretungen und die Arbeitnehmerrechte dürfen nicht geschwächt werden“, sagt AK Präsident Zangerl im Interview.