AK Präsident Erwin Zangerl © AK Tirol/Friedle
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12.5.2021

AK Präsident Zangerl: „Leistungen im Pflegebereich müssen endlich anerkannt werden“

„Das vergangene Jahr hat uns deutlich vor Augen geführt, wie abhängig wir von optimaler Pflege sind, nicht nur im stationären Bereich“, so AK Präsident Erwin Zangerl. Zangerl setzt sich schon seit langem gerade für jene Berufsgruppen ein, die in der Corona-Krise als Heldinnen und Helden gefeiert wurden. „Es braucht aber mehr als nur anerkennende Worte. Gerade Auszubildende erhalten nicht mehr als ein Taschengeld bzw. müssen die Ausbildung selbst bezahlen“, sagt Zangerl. Die AK Tirol honoriert nun über die „AK Zukunftsaktie Pflege“ den Abschluss von Pflegeausbildungen mit bis zu 1.000 Euro.  

Zum „Tag der Pflege“ Nägel mit Köpfen machen, lautete die Devise der AK Tirol. „Bis jetzt wurde viel geredet und geklatscht, jetzt müssen wir in die Umsetzung kommen“, stellt AK Präsident Erwin Zangerl klar. Konkret spricht Zangerl damit das akute Personalproblem in der Pflege an, bekanntermaßen fehlen allein in Tirol bis zum Jahr 2030 7.000 zusätzliche Pflegekräfte. „Wir werden an allen Rädern drehen müssen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Wir werden das bestehende System verbessern und neue Anreize schaffen müssen, damit alle, die Interesse am Pflegeberuf haben, auch in diesen Bereich einsteigen können“, sagt Zangerl. Eine Verbesserung brauche es vor allem im Bereich der Ausbildungsentlohnung. „130 bzw. 180 Euro Taschengeld pro Monat in der Ausbildung zur Pflegeassistenz bzw. Pflegefachassistenz sind im Vergleich zu anderen Ausbildungen alles andere als attraktiv, beim Diplom fallen sogar noch Studiengebühren an, Praktika bleiben unentlohnt. Hier muss als Erstes angesetzt werden“, so Zangerl.

Auszubildende erhalten Taschengeld – AK unterstützt über AK Zukunftsaktie:

Die AK Tirol geht deshalb voran und prämiert ab jetzt über die „AK Zukunftsaktie Pflege“ den Abschluss einer Pflegeausbildung. So erhalten alle, die die einjährige Ausbildung zur Pflegeassistenz absolvieren, eine einmalige Prämie von 300 Euro, bei der zweijährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz 600 Euro und nach Absolvierung des dreijährigen Krankenpflegestudiums 1.000 Euro. „Es ist eine Anerkennung für eine wichtige Berufsentscheidung, die weiteren Rahmenbedingungen werden wir auf politischer Ebene klären müssen“, so Zangerl abschließend.

Absolventinnen und Absolventen sollen sich deshalb mit dem Ausbildungsnachweis (Zeugnis, Diplom) unter 0800/22 55 22 – 1515 an die AK Bildungsabteilung wenden und ihre Ausbildungs-Prämie beantragen!

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