22.1.2018

Für Schulerfolg ohne Zusatzkosten

Die AK Tirol beobachtet seit 2008 die Entwicklung am Tiroler Nachhilfemarkt. Das jährliche Nachhilfemonitoring zeigt deutlich, dass sich regelmäßiger Förderunterricht und Ganztagesschulen positiv auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler auswirken und der Bedarf an privat finanzierter Nachhilfe dadurch sinkt. Die Ergebnisse bestätigen ganz klar die langjährigen AK-Forderungen nach dem Ausbau dieser Angebote. Sie verhelfen SchülerInnen zu Erfolgserlebnissen und ersparen den Familien Stress, Ärger und zusätzliche Kosten.

Heißes Eisen

Das Thema Nachhilfe bleibt ein heißes Eisen. Das zeigt die aktuellste AK-Studie: Rund 13.000 der insgesamt 85.000 Tiroler Schülerinnen und Schüler erhielten im laufenden Schuljahr oder in den letzten Sommerferien externe Nachhilfe, das entspricht einem Anteil von 15 Prozent. Für Nachhilfe während des Schuljahres und in den Sommerferien mussten die betroffenen Familien im Schnitt 700 Euro pro Schulkind zahlen. Nachhilfe bleibt in Tirol somit einen Millionen-Geschäft.

Millionen-Geschäft

Tiroler Eltern gaben dafür rund 6,4 Millionen Euro im Schuljahr 2016/17 aus.
Leider haben nicht alle Zugang zu Nachhilfe, die Nachhilfe bräuchten. 4% der Befragten gaben an, dass sie sich Nachhilfekosten nicht leisten könnten oder kein passendes Angebot in ihrer Nähe fanden. Damit wird der fehlende schulische Fördermöglichkeiten zum sozialen Problem, da die finanzielle Ausstattung der Haushalte zu einer Selektion bei der weiteren Schullaufbahn führt.

schon gewusst?

Tiroler Eltern gaben für Nachhilfe im Schuljahr 2016/17 rund 6,4 Millionen Euro aus…

ak forderung

Die AK fordert, die schulischen Fördermaßnahmen im Rahmen des Regelschulbetriebs auszubauen, möglichst verständlichen Unterricht mit mehr Zeit zum Üben und den Ausbau der Ganztagsschulen und eine gemeinsame Schule für 6- bis 14Jährige

Endlich handeln!

Jetzt möchte man meinen, dass die Verantwortlichen angesichts solcher Zahlen den Handlungsbedarf nicht nur erkennen, sondern auch endlich tätig würden! Schließlich wäre es doch primäre Aufgabe unseres Schulsystems, dass Kinder und Jugendliche ihr Schulziel erreichen – auch ohne zusätzliche Kosten, die die Familien belasten.

AK Forderung

Deshalb fordert die AK Tirol, die schulischen Fördermaßnahmen im Rahmen des Regelschulbetriebs auszubauen, möglichst verständlichen Unterricht mit mehr Zeit zum Üben, den Ausbau der Ganztagsschulen und eine gemeinsame Schule für 6- bis 14Jährige, die den hohen Nachhilfebedarf speziell an den Übergängen des Bildungssystems verringern würde. Für Schulerfolge ohne teure Nachhilfe!