Kind an der Schultafel © stock.adobe.com
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20.1.2021

Recht auf Chancen: Bildung in Zeiten der Krise

„Schlechte Noten aufgrund der erschwerten Bedingungen dürfen Schülerinnen und Schülern nicht zum Verhängnis werden“, fordert AK Präsident Erwin Zangerl. Bei Problemen sollen sich Eltern an die AK wenden. 

Wo werden die Kinder und Jugendlichen lernen? Wie sieht es mit der Benotung aus? Und wie wird es in diesem Ausnahme-Corona-Schuljahr überhaupt weitergehen? Die Arbeitnehmerfamilien stehen vor vielen offenen Fragen.

Fest steht: Nach den vielen Wochen erschwerten Lernens, in denen oft die Möglichkeit fehlte, Leistungen direkt festzustellen, dürfte eine gerechte Benotung schier unmöglich sein.

Schlechtes Zeugnis

„Man kann der Bundesregierung den Vorwurf nicht ersparen, dass sie im Bildungsbereich vielfach durch Untätigkeit glänzte“, so Zangerl. „Dafür können aber die Schülerinnen und Schüler nichts! Ihnen dürfen schlechte Noten im Semesterzeugnis keinesfalls zum Verhängnis werden. Das hätte dramatische Folgen, vor allem für jene, die vor einer Berufswahlentscheidung stehen!“ Er fordert Betroffene auf, sich an die Bildungsabteilung der AK Tirol zu wenden.

Lernort Schule Neu

Es hat sich klar gezeigt: Unsere Schulen sind für derartige Herausforderungen nicht gerüstet. Österreichweit waren sie letztes Jahr mehr als 10 Wochen im Lockdown und weitere 7 Wochen im Schichtbetrieb. Berufsschüler und Schüler der Oberstufen sind sogar seit mehr als 18 Wochen im Distance-Learning – ohne Aussicht auf Schulalltag und Präsenzunterricht.

Und war schon bisher für den guten Schulerfolg vielfach entscheidend, ob Eltern über ausreichend Zeit, Bildung und Geld verfügen, so hat die Covid-Krise diese Schieflage noch verstärkt.

„Lehrpersonen, Eltern und Kinder mussten oft unter schwierigen Bedingungen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Sie brauchen positive Signale und Maßnahmen, mit denen jedes Kind Chancen auf einen guten Lernerfolg hat“, so Zangerl. „Der weitere Schul-Lockdown ist eine Katastrophe. Schüler, Eltern und Lehrer brauchen jetzt volle Unterstützung, damit kein Kind zurückgelassen wird und Bildungsrückstände schnellstmöglich aufgeholt werden können!“

OFFEN GESAGT

„Der weitere Schul-Lockdown ist auch in der Frage der Benotung eine Katastrophe. Betroffene sollen sich an die AK wenden.“

Erwin Zangerl,
AK Präsident

AK forderungen

Für Schulen

  • Es braucht ein Covid-taugliches Regelwerk, das je nach Infektionsgeschehen in Szenarien plant und auch Raum für schulautonome Gestaltungen lässt.
  • Schulen brauchen fi nanzielle Planungssicherheit für zusätzliches Personal und sollen Fördermaßnahmen flexibel organisieren können.

Für Familien

  • einmalige Bonuszahlung für alle, die Schülerbeihilfe beziehen.
  • Entlastung bei gestiegenem Datenverbrauch: Die Bundesregierung wird aufgefordert, eine entsprechende Vereinbarung mit den Netzbetreibern abzuschließen.

Für Lehrpersonen

  • Durch den Fernunterricht ergaben sich teilweise hohe Mehrausgaben, weil auf eigene Kosten technische Ausrüstungen (PC, Drucker, Headset etc.) angeschafft werden mussten. Deshalb fordert die AK, dass pro Lehrperson 200 Euro an die Schulen ausbezahlt werden. Damit können getätigte Ausgaben refundiert oder neue Ausgaben getätigt werden.

Die AK Bildungsexperten helfen unter 0800/22 55 22 – 1515 bzw. bildung@ak-tirol.com

Kontakt

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E-Mail: presse@ak-tirol.com

Telefon: +43 800 22 55 22 1300
(Kostenlose Hotline )

Fax: +43 512 5340 1290

OFFEN GESAGT

„Der weitere Schul-Lockdown ist auch in der Frage der Benotung eine Katastrophe. Betroffene sollen sich an die AK wenden.“

Erwin Zangerl,
AK Präsident