Pflegepersonal marschiert einen langen Gang entlang © Robert Staudinger, TBWA
© Robert Staudinger, TBWA

Wir halten unser Land am Laufen!

Sie arbeiten im Spital oder in der mobilen Pflege, sie produzieren weltweit führende Qualitätsprodukte in den Industriebetrieben, sie pflastern die Straßen in der größten Hitze, sie schlichten Gemüse und Obst - ohne Tirols Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer läuft nichts. Ohne sie würde das tägliche Leben nicht funktionieren. „Und das verdient viel mehr Respekt“, fordert AK Präsident Erwin Zangerl, „denn die wertvolle Arbeit, die die Menschen hierzulande täglich leisten, wird von der Politik nicht gebührend geschätzt.“ 

Mit dem neuen Arbeitszeitgesetz, der Zentralisierung der Krankenkassen und dem Umbau im Sozialversicherungssystem hat die türkis-blaue Bundesregierung die Wünsche von Wirtschaft und Industrie erfüllt. Jene, die unser Land aber am Laufen halten – die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – schauen bis dato durch die Finger.

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offen gesagt

 „Die Beschäftigten müssen bekommen, was ihnen zusteht. Sie haben das Recht darauf, dass gerechte Bedingungen und Fairness bei der Arbeit nicht unter die Räder kommen."

Erwin Zangerl
AK Präsident

„Jetzt sind die Beschäftigten dran“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Jetzt müssen die Arbeitnehmer profitieren. Viel zu lang sind sie nur belastet, statt entlastet worden. Die hervorragende wirtschaftliche Lage bietet einen guten Anlass dazu. Deshalb fordere ich ein kräftiges Plus im Geldbörsel – die stolzen Forderungen der Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen sind absolut berechtigt.“

AK kennt die Probleme

Von Wohnkosten, die oft die Hälfte oder mehr des Einkommens auffressen, über steigenden Stress im Job bis hin zu unbezahlten Überstunden: „Viele Gespräche mit Beschäftigten in den Betrieben und die täglichen Beratungen in der AK zeigen, wo die Menschen der Schuh drückt“, berichtet AK Präsident Zangerl. „Aufgabe der Politik ist es, diese Sorgen und Nöte ernst zu nehmen und für Lösungen im Sinne der Beschäftigten zu sorgen. Aber in der jüngsten Vergangenheit hat die Bundesregierung genau das Gegenteil getan. Statt die Beschäftigten zu entlasten, belastet sie die Menschen immer mehr.“

Regierung be- statt entlastet

  • Das neue Arbeitszeitgesetz nimmt den Beschäftigten Freizeit und Zeit mit der Familie weg, beeinträchtig auf Dauer die Gesundheit und wirkt sich durch wegfallende Überstundenzuschläge auch finanziell aus. 
  • Die Zentralisierung der Krankenkassen gefährdet die regionale Gesundheitsversorgung und schränkt die Mitbestimmungsrechte der Beitragszahler ein. Steigende Selbstbehalte sind nur eine Frage der Zeit. Einer 2-Klassen-Medizin werden Tür und Tor geöffnet.
  • Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen passen nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern zusammen und der Druck in der Arbeitswelt wird tagtäglich größer.

Arbeitnehmer halten Tirol am Laufen  

Trotzdem sind es die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Tirol am Laufen halten. „Mit ihrem täglichen Einsatz und ihrer wertvollen Arbeit sorgen sie dafür, dass unser Land funktioniert: In der Früh sicher mit Bus oder Bahn in die Schule oder an den Arbeitsplatz kommen. In der Bäckerei noch schnell ein Frühstück mitnehmen, an sauberen Straßen und Plätzen vorbeikommen. Nach der Arbeit im Supermarkt ein riesiges Angebot an Lebensmitteln vorfinden oder ganz einfach den Feierabend mit der Familie bei einem guten Essen genießen, weil es andere gibt, die um diese Zeit noch arbeiten. „All diese Leistungen verdienen mehr Respekt und Anerkennung“, stellt Zangerl klar. „Die Beschäftigten müssen bekommen, was ihnen zusteht. Sie haben das Recht darauf, dass gerechte Bedingungen und Fairness bei der Arbeit nicht unter die Räder kommen. Dafür werde ich kämpfen, die Menschen können sich auf die Arbeiterkammer verlassen.“