Präsident Erwin Zangerl © Gerhard Berger
© Gerhard Berger

Unser Auftrag heißt Arbeit

„Die AK-Wahl ist geschlagen, jetzt stellen wir die Weichen für die nächsten fünf Jahre. Dabei stehen die berechtigten Anliegen der Arbeitnehmer-Familien im Vordergrund mit den Themen: Wohnen, Leben, Arbeit, Steuer-Entlastung“, sagt AK Präsident Zangerl.

TAZ: Herr Präsident, es heißt: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Gilt das auch nach einer für Sie so erfolgreichen AK-Wahl?
Zangerl:
Unser Auftrag heißt Arbeit. Das heißt für uns weiterarbeiten an der Schaffung einer gerechteren Arbeits- und Lebenswelt. Diese Aufgabe wird uns angesichts von Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung und Beschleunigung in der Arbeitswelt mehr denn je fordern. Wertschätzung geht vor Wertschöpfung, dieser Leitgedanke würde in unserem Land für einen positiven Aufschwung sorgen. Wenn einige Gruppen ihre Einzelinteressen einem gemeinsamen Ziel unterordneten, ließen sich viele offene Probleme in Tirol lösen. Bei den Themen Wohnen, Verkehr, Umwelt und Zukunft unseres Tourismus in den Tälern stehen wir am Scheideweg. Hier müssen Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gelingen.

TAZ: Die AK hat die höchsten Vertrauens- und Sympathiewerte. Was ist der Grund für diese hohe Zustimmung?
Zangerl:
Wir leben in einem sicheren Land mit hervorragender Infrastruktur und einer florierenden Wirtschaft. Das ist der Arbeit von 3,7 Millionen Beschäftigten zu verdanken und diese haben Anspruch auf eine faire Arbeitswelt. Die Arbeitnehmerschaft hat Rechte, die AK ist ihre Anwältin und ihr Sprachrohr und sorgt dafür, dass die Menschen zu ihrem Recht kommen. Der Sozialstaat sichert den sozialen Frieden und ist der Rettungsring, wenn doch einmal etwas passieren sollte. Die AK steht für einen starken Sozialstaat, der ausgebaut und nicht ausgedünnt werden soll. Durch den gesetzlichen Beitrag der AK Mitglieder von im Schnitt 7 Euro pro Monat können wir unabhängig sein und Ungerechtigkeiten bekämpfen.

TAZ: Welche politischen Maßnahmen sehen Sie für Tirol jetzt vordringlich? 
Zangerl:
Ich stelle immer das Gemeinsame in den Mittelpunkt unserer Arbeit für die Menschen. Sobald sich die neue AK Vollversammlung konstituiert hat, möchte ich mit allen vier in der AK Vollversammlung vertretenen Fraktionen und in gemeinsamer Abstimmung mit dem Land ein Programm erarbeiten, damit Arbeit, Leben und Wohnen in Tirol langfristig abgesichert und zukunftsfähig werden. Die Politik kann die hohe Dynamik in diesen Bereichen noch aktiver beeinflussen und mitgestalten. Dass es gemeinsam viel besser geht, zeigt die Tiroler Lehrlingsoffensive. Es wurde ein gemeinsames Problembewusstsein geschaffen und dann wurden die richtigen Maßnahmen gesetzt. Das muss uns auch für die Arbeitnehmer-Familien in unserem Land gelingen: Verbesserungen zu erreichen, die zu mehr Gerechtigkeit führen. Das Wichtigste dabei wird sein, den sozialen Ausgleich zu finden. Frieden, Wohlstand und Sicherheit für möglichst alle in unserer Gesellschaft, das sollte dabei unser gemeinsamer Nenner sein. Eine faire steuerliche Entlastung für die Arbeitnehmer-Familien gehört ebenso dazu, wie Lösungen im Bereich des teuren Wohnens und Lebens.

TAZ: Welche Schwerpunkte möchten Sie in der Arbeiterkammer für die Mitglieder setzen? 
Zangerl:
Wir starten mit unserem AK Zukunftsprogramm unter dem Aspekt der rasanten beruflichen Veränderung. Mit der Digitalisierungsoffensive unterstützen wir Beschäftigte auf ihrem Bildungsweg. In einem ersten Schritt Wiedereinsteigerinnen nach der Kinder- oder Familienpause, Jugendliche, Lehrlinge, Studierende und Schulkinder. 


offen gesagt

„Die AK steht für einen starken Sozialstaat, der ausgebaut und nicht ausgedünnt werden soll. Durch den gesetzlichen Beitrag der AK Mitglieder von im Schnitt 7 Euro pro Monat können wir unabhängig sein und Ungerechtigkeiten bekämpfen. “

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„Die AK steht für einen starken Sozialstaat, der ausgebaut und nicht ausgedünnt werden soll. Durch den gesetzlichen Beitrag der AK Mitglieder von im Schnitt 7 Euro pro Monat können wir unabhängig sein und Ungerechtigkeiten bekämpfen. “